Der 1. FC Köln kann bei Eintracht Frankfurt auf Alessio Castro-Montes zurückgreifen. Dagegen fällt Joel Schmied weiter aus, obwohl der Schweizer in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist.
René Wagner muss am Samstag erstmals einen Kader für ein Bundesliga-Spiel benennen. Der neuen Cheftrainer des 1. FC Köln hat die Verantwortung für die Geißböcke übernommen, und in dieser Funktion wird der 37-Jährige nun das erste Mal konsequent sein müssen. Wer reist am Samstag im 20er-Kader mit nach Frankfurt? Und wer bleibt zuhause?
„Ich habe versucht mit allen zu reden“, sagte Wagner am Freitag. „Ich verändere mich als Mensch nicht, ich muss aber ein paar Entscheidungen treffen, die nicht für alle cool sind. Damit muss ich leben können, aber damit müssen auch die Jungs leben.“ Dazu gehört: Wer wird zum Spieltags-Aufgebot gehören, wer in der Startelf stehen und wer zuschauen müssen?
Castro-Montes eine Option – Schmied nicht
Für Wagner eine neue Erfahrung, vor der ihm sein Ex-Cheftrainer Steffen Baumgart bereits am Tag seiner Beförderung gewarnt hatte. „Das hat nichts damit zu tun, dass ich die Jungs nicht leiden kann, ganz im Gegenteil. Besonders bei denen, die ich schon lange kenne, wird es mir am schwersten fallen“, gab Wagner am Freitag zu. „Ich muss dafür sorgen, dass die Mannschaft bestmöglich performen kann. Alles andere muss ich ausblenden.“
Im Positiven steht dem FC-Trainer mit Alessio Castro-Montes wieder ein weiterer Spieler zur Verfügung. „Alessio ist eine Kaderoption“, sagte Wagner. Der Belgier steht vor seiner zweiten Muskelverletzung der letzten zwei Monate vor seinem Comeback. Das gilt hingegen nicht für Joel Schmied, der an einer Entzündung laboriert hatte. „Joel ist noch keine Option.“
Ich habe mit ein, zwei Spielern auch schon darüber gesprochen
René Wagner über den kader
Beide hatten in dieser Woche wieder das Mannschaftstraining aufgenommen, zunächst nur teilintegriert. Castro-Montes hat diese Belastung offenbar besser verkraftet als Schmied und darf sich zumindest Hoffnungen auf einen Joker-Einsatz machen. „Es gibt eine Tendenz für den Kader am Sonntag“, sagte Wagner mit Blick auf die restlichen 19 Positionen. Und dann gestand er, schon mehrere Gespräche geführt zu haben.
„Ich habe mit ein, zwei Spielern auch schon darüber gesprochen. Die Jungs werden enttäuscht sein, aber ich will frühzeitig kommunizieren, damit die Enttäuschung am Samstag nicht zu groß ist, wenn wir uns danach zwei Tage nicht sehen“, sagte Wagner. Am Freitag auf seiner ersten Pressekonferenz war dem 37-Jährigen anzumerken, wie sehr er darum bemüht war, das Kollektiv in den Mittelpunkt zu stellen. Kader-Nominierungen jedoch sind etwas sehr persönliches.
Niang und Schenten bei der U21
Und so wird Wagner mehreren FC-Spielern mitteilen müssen, dass sie in seinem ersten Pflichtspiel nicht mit dabei sein werden. Youssoupha Niang und Fynn Schenten wurden bereits in die U21 versetzt – ob zunächst nur für diese Woche oder direkt für die restliche Spielzeit, blieb zunächst offen. Doch Wagner weiß: Neben den Youngstern wird es auch erfahrenere Spieler treffen. Und gerade die bei Laune zu halten, wird ein Schlüssel zum Erfolg sein im Saisonendspurt.







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