Der 1. FC Köln will seine U21 konsequent zur Talentförderung nutzen. Am Samstag zeigt die Startelf: Ergebnisse sind wichtig, die Entwicklung der besten Nachwuchsspieler noch wichtiger.
Mikolaj Marutzki (19), Cenny Neumann (19), Patrik Kristal (18), Etienne Borie (19), Jonathan Friemel (18), Fynn Schenten (18) und Youssoupha Niang (19) – am Samstag waren sieben Spieler in der U21-Startelf des 1. FC Köln noch im Teenager-Alter. Fayssal Harchaoui (20), Yannick Mausehund (20) und Luc Dabrowski (20) waren nicht viel älter. Einzig der 32-jährige Marvin Ajani machte einen Alterdurchschnitt von unter 20 Jahren zunichte.
Der FC hat am Samstag mit seiner Startelf gegen Fortuna Düsseldorf (0:2) demonstriert, dass Anfang April die Vorbereitung der nächsten Saison längst begonnen hat. Die Geißböcke führen immer mehr A-Junioren an die Regionalliga heran, verschaffen ihnen Spielpraxis auf Erwachsenen-Niveau und setzen darauf, dass diese Erfahrungen ihnen kurzfristig auch schon in der U19 helfen werden.
U21 zwischen Ergebnis und Entwicklung
Dort hatte die U19 von Trainer Stefan Ruthenbeck am Wochenende spielfrei, und so konnte der Coach seine Talente bei der U21 beobachten. Evangelos Sbonias musste zwar nach den 90 Minuten konstatieren, dass seine Mannschaft in den entscheidenden Momenten nicht klug genug agiert und deswegen „sehr bitter verloren“ hatte. Doch er wusste auch: Dieses Spiel war ein Musterbeispiel für den Kompromiss, den man beim FC eingeht.
„Jeder, der mich kennt, weiß, dass die Entwicklung von Spielern auch mit Ergebnissen zu tun haben“, sagte Sbonias hinterher. „Aber wenn die Entwicklung der Spieler gut ist, kommen auch die Ergebnisse.“ Das war am Samstag zwar nicht der Fall, jedoch lag der Altersdurchschnitt gegen die Fortuna nur wegen Ajani nicht deutlich unter 20 Jahren. „Es waren heute fünf U19-Spieler dabei“, freute sich Sbonias. „Das wollen wir.“
Zwei weitere U19-Talente auf der Bank
Durch die komfortable Situation in der Liga (Platz neun mit 37 Punkten und weit entfernt von den Abstiegsrängen) können die Geißböcke auch mal hinnehmen, wenn ein Spiel verloren geht. Weder nach oben noch nach unten wird in der Tabelle in dieser Saison noch ein großer Sprung erwartet. „Ich hätte gerne auf die Niederlage verzichtet“, sagte Sbonias, zumal es die vierte in Folge war. Das hat es unter Sbonias beim FC noch nicht gegeben.
Doch weil auf der Bank zudem noch David Fürst und Luis Stapelmann saßen – zwei weitere U19-Talente –, wusste der FC-Coach die Niederlage entsprechend einzuordnen. „Wir waren in Kleinigkeiten nicht aufmerksam genug, so konnte das Spiel kippen.“ Kleinigkeiten, aus denen gerade die jüngsten Spieler lernen sollen. Denn es sind diese Kleinigkeiten, die auf Bundesliga-Niveau noch häufiger bestraft werden als in der Regionalliga.







Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!