Für die Vermittlung von Said und Malek El Mala verlangt Abdenour Amachaibou 40.000 Euro von Viktoria Köln. Doch nach dem Termin am Landgericht Köln wird deutlich: Der Mann, dessen Tipp dem 1. FC Köln womöglich Millionen einbringt, geht leer aus.
Sein Tipp dürfte dem 1. FC Köln Millionen bringen, doch nach dem Termin vor dem Landgericht Köln am Dienstagmittag sollte für den ehemaligen Fußball-Profi Abdenour Amachaibou klar sein: Für seine Vermittlungsdienste zwischen Viktoria Köln und dem 1. FC Köln beim Wechsel der Brüder Said und Malek El Mala geht der Scout leer aus.
Dabei ist nicht mal strittig, dass es sein Hinweis an Christian Keller als früheren Geschäftsführer Sport war, der am Geißbockheim die Maschinerie in Gang setzte, an deren Ende die Brüder einen Vertrag beim 1. FC Köln unterschrieben haben und gleich wieder zur Viktoria zurückverliehen wurden.
Bülles und Kessler sorgen für Lacher
Christian Keller hatte seinem ehemaligen Regensburger Profi vertraut und nachgeforscht (der GEISSBLOG berichtete). Jugendscout Martin Bülles hatte zwar Scoutingberichte angefertigt, dem jungen El Mala aber keine Bestnoten gegeben. „Den Ausschlag für die Verpflichtung hat Herr Keller gegeben“, sagte sein Nachfolger Thomas Kessler als damaliger Leiter Lizenzfußball aus.
Und das, obwohl Bülles darauf bestand, dass er den ersten Scouting-Bericht über El Mala für die Profis aus freien Stücken schrieb, nachdem er an Ostern auf eigenen Antrieb hin nach Höhenberg geradelt war – einen Plattfuß und Ärger mit der Ehefrau inklusive, wie er zur Erheiterung des Gerichts gestand.

Für unfreiwillige Lacher sorgte auch Thomas Kessler, als er auf seine Fahrtkostenpauschale zum Gericht verzichtete. Er wusste nicht, dass sein Vorgänger Keller als einziger abrechnete – allerdings auch mit der längsten Anfahrt.
Hinzu kam der Auftritt von Mike Wunderlich, dem Trainer des Wuppertaler SV. Der war beim ersten Treffen von Kessler mit der Viktoria auf seiner Arbeit im Reinigungsunternehmen seines Vaters – und war nun dennoch als Zeuge geladen. Warum, wusste niemand mehr, und so ging Wunderlich unverrichteter Dinge.
Klage wird im Sande verlaufen
Amachaibou jedenfalls steht am Ende mit leeren Händen da, auch wenn das endgültige Urteil erst am 15. Mai verkündet wird. Während beispielsweise El Malas Ex-Berater sowohl für die Vermittlung zum FC als auch für einen möglichen Weiterverkauf ein Honorar ausgehandelt hat, fehlt Amachaibou genau dieses entscheidende Detail.
Es gelang ihm nicht, nachzuweisen, dass die Viktoria ihn beauftragt hat, El Mala irgendwohin zu vermitteln. So fehlt der Vertragsabschluss, der für ein Honorar entscheidend ist. Und das ist genau der Grund, warum seine Klage über 40.000 Euro gegen die Viktoria im Sande verlaufen wird.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!