Rätsel um FC-Talent: Plötzlich außen vor! Das sagt sein Trainer

Elias Bakatukanda (re.) im Training von Blau-Weiß Linz. (Foto: IMAGO / GEPA pictures)
Elias Bakatukanda (re.) im Training von Blau-Weiß Linz. (Foto: IMAGO / GEPA pictures)

Elias Bakatukanda galt als Leistungsträger bei Blau-Weiß Linz. Im März wurde der Innenverteidiger des 1. FC Köln sogar mit Länderspielen belohnt. Doch plötzlich ist er in Österreich außen vor. Das sagt sein Trainer.

Eigentlich befand sich Elias Bakatukanda auf einem guten Weg in seiner Entwicklung bei Blau-Weiß Linz. Obwohl es für den österreichischen Erstligisten in der Liga nicht gut lief und man aktuell auf dem letzten Tabellenplatz steht, gehörte der vom 1. FC Köln ausgeliehene Innenverteidiger zum Stammpersonal und war einer der wenigen Leistungsträger.

Doch seit Anfang Dezember ist der Youngster, der am Montag seinen 22. Geburtstag gefeiert hat, außen vor. Erst Adduktorenprobleme vor Weihnachten, dann ein Außenbandriss im Trainingslager im Januar und schließlich – wohl nicht ganz unwichtig – ein Trainerwechsel in Linz. Seit Michael Köllner bei Blau-Weiß an der Seitenlinie steht, hat Bakatukanda nicht mehr gespielt.

Bakatukanda nicht mal mehr im Kader

Zunächst verletzt, kämpfte er sich Anfang März zurück und wurde daraufhin sogar von der Demokratischen Republik Kongo für die U23-Nationalmannschaft nominiert. Dort kam er in zwei Spielen zum Einsatz. Doch in den letzten vier Partien der österreichischen Bundesliga hat Köllner Bakatukanda nicht einmal mehr für den Spieltags-Kader der Linzer nominiert. Der GEISSBLOG fragte nun bei Köllner nach, woran es bei Bakatukanda aktuell hakt.

„In der Länderspielpause haben wir in Abstimmung mit dem Spieler und dem 1. FC Köln entschieden, dass er der Einladung der U23-Nationalmannschaft des Kongo folgt. Dort absolvierte er zwei Länderspiele gegen Algerien, in denen er im ersten Spiel etwa 70 Minuten und im zweiten Spiel die volle Distanz von 90 Minuten zum Einsatz kam“, sagt Köllner. „Nach seiner Rückkehr stieß er erst zwei Tage vor unserem Ligaspiel wieder vollständig zum Mannschaftstraining dazu.“ Das war vor dem 1:2 gegen den Grazer AK am Osterwochenende.

Köllner äußert sich diplomatisch

Köllner weiter: „Elias’ Formkurve zeigt derzeit nach oben, und er arbeitet intensiv daran, wieder sein Topniveau zu erreichen. Gleichzeitig präsentieren sich die aktuell eingesetzten Innenverteidiger in sehr guter Form. Unabhängig davon sind wir weiterhin von seinem Potenzial und seinem Leistungsvermögen überzeugt.“

Das Problem: Da Bakatukanda zuletzt nicht mal auf der Bank sitzt, hat Köllner nicht nur die eingesetzten Innenverteidiger bevorzugt, sondern auch den Ersatz. Und das, nachdem das FC-Talent in den ersten 15 Saisonspielen 14-mal in der Startelf gestanden hatte. Damals aber noch unter dem alten Trainer Mitja Mörec.

Erst ein Spiel ohne Gegentor unter Köllner

Linz steht in der Abstiegsrunde der Bundesliga weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, obwohl man zuletzt zu Hause mit 5:0 gegen WSG Tirol gewinnen konnte. Es war das erste Spiel unter Köllner ohne Gegentor. Bakatukanda wird sich wohl weiterhin gedulden müssen.

Dabei wäre ein Sprung zurück in die Stammelf so wichtig. Einerseits, um sich für die kommende Saison beim FC zu empfehlen. Die Geißböcke hoffen auf weitere Einsatzzeit ihres Talents und haben sich diesbezüglich schon in Linz erkundigt. Andererseits könnte Bakatukanda beim Kongo sogar noch auf den WM-Zug aufspringen. Doch zunächst mal muss er es unter Köllner zurück in die Linzer Mannschaft schaffen.

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