Weiterhin ungeschlagen: Kessler sendet Signale an Wagner

Weiter ungeschlagen: René Wagner, Trainer des 1. FC Köln, gibt am Millerntor Anweisungen. (Foto: imago/Oliver Ruhnke)
Weiter ungeschlagen: René Wagner, Trainer des 1. FC Köln, gibt am Millerntor Anweisungen. (Foto: imago/Oliver Ruhnke)

Interimscoach René Wagner bleibt auch am Millerntor ungeschlagen, hat fünf Punkte aus drei Spielen geholt. Jetzt lobt ihn Sportchef Thomas Kessler – der Trainer darf auf eine Chance in der neuen Saison hoffen.

Es ist eine der zentralen Fragen der kommenden Wochen: Wird der 1. FC Köln seinem Interimstrainer René Wagner auch über das Saisonende hinaus das Vertrauen aussprechen oder einen neuen Coach für die nächsten Jahre suchen? Auch am Millerntor sammelte Wagner weitere Argumente in eigener Sache.

Der ehemalige Assistent von Steffen Baumgart und Lukas Kwasniok ist nun seit drei Spielen als Chef an der Linie der Geißböcke ungeschlagen. Die vier Punkte aus den beiden Kellerduellen gegen Werder Bremen und beim FC St. Pauli waren dabei überlebenswichtig. Das Tor zum Klassenerhalt ist jedenfalls weit aufgestoßen. „Es ist total schön, dass wir aus den ersten drei Spielen mit fünf Punkten rausgegangen sind und keines verloren haben”, sagt Sportchef Thomas Kessler.

Sportchef Kessler erlebt Wagner positiv

Natürlich schaut nun alles auf den Geschäftsführer Sport und welche Signale er aussendet – gerade, wenn es um Wagner geht, weil letztlich Kessler den entscheidenden Impuls geben wird. Und der Ex-Torhüter ist angetan von Wagner: „Ich habe ihn sehr positiv erlebt. Die Arbeit mit René macht nicht nur den Jungs Spaß. Ich habe auch den Eindruck, dass die Zusammenarbeit mit dem Staff sehr gut ist. René ist sehr offen, kommuniziert unheimlich viel und hat erreicht, dass die Intensität im Training noch mal ein Stückchen angezogen hat. Es sind diese Kleinigkeiten, die ich mir von dem Wechsel erhofft hatte.“ 

Allerdings sind ganz offensichtlich nicht alle Probleme ausgeräumt. Dazu gehören eine Muskelverletzung bei Ragnar Ache oder ein Gegentor nach einer Ecke – Dinge, die den FC auch in den vergangenen Monaten zurückwarfen und die sich wie ein roter Faden durch die Krise unter Kwasniok zogen. 

Wagner, Waldschmidt und die kleinen Dinge

Trotzdem überwiegen derzeit die positiven Impulse. Das Thema Luca Waldschmidt auf St. Pauli unterstreicht dies (der GEISSBLOG berichtete). Im Training ist er überaus engagiert und Wagner hat am Mittwoch ein Einzelgespräch mit ihm geführt. Der Routinier kam am Millerntor von der Bank, übernahm Verantwortung, als der Elfmeterpfiff kam, und verwandelte souverän.

„Das sind genau die kleinen Schritte, die wir benötigen, um nächste Saison Bundesliga zu spielen. Das ist das Ziel, nicht mehr und nicht weniger“, sagt Kessler. Ob es für Wagner reicht, um auch in der neuen Saison Cheftrainer des 1. FC Köln zu sein, werden dann die nächsten Wochen zeigen. Schafft er den direkten Klassenerhalt und sammelt er weiter fleißig Argumente, winkt ihm eine Weiterbeschäftigung. Dieses Signal dürfte auch er empfangen haben.

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