Erst Brighton, jetzt Brentford: Wie es jetzt mit El Mala weitergeht

Said und Malek El Mala (l.) kamen im Sommer gemeinsam zum 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Said und Malek El Mala (l.) kamen im Sommer gemeinsam zum 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln würde Said El Mala gerne verkaufen. Der Spieler würde gerne in die Premier League wechseln. Doch ein Transfer ist kompliziert. Das hat auch mit unterschiedlichen Interessen zu tun.

Lange schien Brighton & Hove Albion der Club, der das Rennen um Said El Mala vom 1. FC Köln machen würde. Die Seagulls waren seit vergangenem Frühjahr an El Mala dran, als dieser noch für Viktoria Köln spielte. Lange bot Brighton mit, erhöhte mehrfach sein Angebot. Doch am Ende zogen sich die Engländer aus dem Poker zurück.

Die Gründe waren vielfältig. Einerseits wollte Brighton den Ablösepoker der Geißböcke nicht mitmachen. Der FC will bekanntlich 50 Millionen Euro einnehmen. Brighton bot 35 Mio. zuzüglich Boni und Klauseln. Doch darüber hinaus war sich Brighton nie sicher, ob El Mala wirklich wechseln wollen würde – oder besser gesagt: die Familie des Spielers.

Welche Rolle spielt Said-Bruder Malek El Mala?

Denn bekanntlich haben die Eltern des 19-Jährigen dessen Beratung an sich gerissen. Zwar ohne Erfahrung in dem Business, aber mit klaren Vorstellungen. Erstens muss der sportliche Anspruch stimmen, möglichst mit internationalem Geschäft. Zweitens müssen die finanziellen Forderungen erfüllt werden. Und drittens muss eine Lösung gefunden werden für Malek El Mala. Denn der große Bruder soll im Bestfall Teil des Pakets sein.

Das machen aber nicht alle Clubs mit. Am Donnerstag wurde bekannt, dass El Mala dem FC Brentford abgesagt haben soll. Oder besser gesagt: Die Familie soll abgesagt haben. Der britische Sky-Reporter Lyall Thomas berichtet, dass auch die Faktoren Familie und Malek eine Rolle gespielt haben sollen. Vor allem sei unklar, ob Malek überhaupt eine Arbeitserlaubnis in England erhalten würde. Durch den Nicht-EU-Status Großbritanniens ist dies nicht garantiert.

Berater wollen Preis für Bundesliga-Transfer drücken

Und so ist nicht nur der Deal mit Brighton und Brentford gefährdet, sondern aus Sicht des 1. FC Köln auch alle Gespräche mit Teams von der Insel, sofern die Familie darauf bestehen sollte, dass Malek Teil des Transfers wird. So könnte der FC den größten und reichsten Transfermarkt für einen El-Mala-Verkauf verlieren.

Andere Kräfte wiederum, besonders aus der deutschen Beraterbranche, die aktuell nicht an einem El-Mala-Transfer mitverdienen könnte, arbeitet weiter an der Familie, um die Bundesliga als bestmögliches Ziel für Said attraktiv zu machen. Immer wieder fällt der Name Borussia Dortmund – und in diesem Zuge die Forderung, der FC müsse von seiner Ablöseforderung abweichen, weil der BVB keine 50 Mio. Euro zahlen würde. Nach GEISSBLOG-Informationen ist das für den FC aber keine Option.

Bleibt El Mala doch noch eine Saison beim FC?

Obwohl Sportchef Thomas Kessler im Gemeinsamen Ausschuss eine knappe Mehrheit für einen Verkauf hinter sich hätte, gäbe es diese nur bei einer Größenordnung von 50 Mio. Euro. Weder Geschäftsführung noch Vorstand oder GA würden einem Deal unter dieser Summe zustimmen. Und so könnte am Ende doch noch einmal Realität werden, was kaum für möglich erachtet wurde: dass Said El Mala 2026/27 doch weiter für den FC aufläuft. Allerdings gilt auch: Der Sommer-Transfermarkt hat noch nicht einmal Fahrt aufgenommen.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
2 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete