Das offensive Mittelfeld ist der Mannschaftsteil des 1. FC Köln, in dem die größte Unklarheit herrscht. Bleibt Said El Mala? Bleibt Jakub Kaminski? Gehen beide? Entweder muss Thomas Kessler nur Ergänzungen vornehmen – oder aber neue Leistungsträger verpflichten.
Die Verantwortlichen des 1. FC Köln sind zweigleisige Kaderplanungen gewohnt. Das bringt der Job bei einem Verein, der seit 1998 siebenmal abgestiegen ist, mit sich. In diesem Sommer allerdings geht es beim Thema Zweigleisigkeit nicht um Bundesliga oder 2. Liga, sondern um 70 Millionen Euro – jene Summe, die der FC einnehmen könnte, sollten die beiden Top-Scorer Said El Mala und Jakub Kaminski wechseln.
Solch ein Geldregen würde Sportchef Thomas Kessler selbstredend einen ganz anderen Handlungsspielraum gewähren. Und natürlich würde sich auch der Bedarf auf dem Transfermarkt ändern. Im offensiven Mittelfeld, wo die Flügelspieler El Mala und Kaminski bei einem Verbleib in Köln gesetzt wären, verlaufen die erwähnten Gleise in der Planung völlig verschieden.
In welches Regal muss der 1. FC Köln greifen?
Soll heißen: Gehen die beiden Offensivstars, muss der FC absolute Leistungsträger verpflichten, den Großteil seiner Scorer-Punkte ersetzen. Werden El Mala und Kaminski nicht verkauft, geht es wiederum eher um Ergänzungen – dann ist der Bedarf in anderen Mannschaftsteilen weitaus größer.
Fraglich ist, wie das Gerücht um Giovani Versini dazu passt. Der französische U21-Nationalspieler will aus der Ligue 2, von Pau FC, in die Erstklassigkeit wechseln. Die AS Saint-Étienne, die großes Interesse gezeigt hat, aber selbst in der Ligue 2 spielt, ist damit wohl aus dem Rennen raus. Laut französischen Medien sind es nun vor allem Lorient und die Geißböcke, die um den 22-Jährigen buhlen.
Versinis Marktwert wird auf fünf Millionen Euro geschätzt, er steht bis 2028 unter Vertrag, wodurch Pau nicht zu einem Notverkauf unter Wert gezwungen ist. Es scheint zumindest fraglich, ob der FC eine derartige Summe in sein offensives Mittelfeld investieren würde, sollten El Mala und Kaminski bleiben – und falls sie gehen sollten, ob die Verantwortlichen dann nicht in ein anderes Regal greifen müssten.
Damar auf dem Markt – und interessant für den FC?
Ein Spieler, mit dem sich die Kölner in der Vergangenheit schon beschäftigt haben sollen, ist derweil zurück auf dem Markt: Muhammed Damar, der in der 2. Liga als Elversberger Leihspieler in der Saison 2024/25 zu den Top-Scorern zählte, nach seiner Rückkehr zu Stammverein Hoffenheim zuletzt aber nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinauskam.
Nun will der Spielmacher wechseln, ist laut Sky für fünf Millionen Euro zu haben. Das Interesse aus der Bundesliga ist groß. Der HSV soll den U21-Nationalspieler als möglichen Ersatz für Fábio Vieira auf dem Zettel haben und auch der abgestiegene VfL Wolfsburg streckt laut Kicker seine Fühler aus. Und es würde nicht verwundern, sollte der FC die Personalie Damar ebenfalls abklopfen. Denn ob El Mala und Kaminski bleiben oder nicht: Auf der Zehn haben die Geißböcke so oder so Bedarf, wirklich zu Hause ist auf dieser Position lediglich Luca Waldschmidt.







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