Sturm-Kandidat Obi: Haaland-Vergleiche und Bayern-Korb – ein „Wunderkind“ für den FC?

Chido Obi könnte es zum 1. FC Köln ziehen. (Foto: IMAGO / Pro Sports Images)
Chido Obi könnte es zum 1. FC Köln ziehen. (Foto: IMAGO / Pro Sports Images)

Die Stürmersuche des 1. FC Köln könnte zu einer Leihe von Manchester Uniteds Chido Obi führen. Der Däne gilt auf der Insel als riesiges Talent, wurde aufgrund seiner fulminanten Quoten im Nachwuchs schon als „Wunderkind“ gefeiert.

Im Angriff will der 1. FC Köln in diesem Sommer unbedingt nachlegen. Gesucht wird eine Alternative – oder wahlweise auch ein Partner – für Mittelstürmer Ragnar Ache. Um Darmstadts Fraser Hornby warb man vergeblich, nach Magdeburgs Mateusz Zukowski soll man sich erkundigt und den Polen für zu teuer befunden haben. Nun rückt mit Manchester Uniteds Chido Obi ein Top-Talent aus der Premier League in den Fokus.

Dass der 18-Jährige einer der Kandidaten bei der Stürmersuche ist, gilt nach GEISSBLOG-Informationen als gesichert. Obi, mit vollem Namen Chidozie Obi-Martin, soll für Sportchef Thomas Kessler zwar nicht die einzige Option sein. Allerdings würde der dänische U21-Nationalspieler bestens zur angestrebten England-Offensive des FC passen.

1. FC Köln will England-Offensive starten

Die Kölner wollen auf dem englischen Markt, der mehr Geld als jeder andere verspricht, wahrgenommen werden. Einerseits als Club, der selbst interessante Spieler zu bieten hat. Damion Downs wechselte nach Southampton und dass Said El Mala den Schritt in die Premier League machen könnte, ist hinlänglich bekannt. Andererseits will sich der FC auch einen Namen als Leihstation für Talente von der Insel machen. Bei dem inzwischen fest von Manchester City verpflichteten Jahmai Simpson-Pusey hat das bereits bestens geklappt.

Sollte Obi folgen, würden die Kölner einen Spieler holen, der in seiner jungen Karriere schon so einiges erlebt hat. Nach seinem Wechsel vom FC Kopenhagen zu Arsenal im Sommer 2022 sorgte der Sohn einer dänischen Mutter und eines nigerianischen Vaters schnell für Furore.

Zehn Tore gegen den FC Liverpool

Im November 2023 traf Obi für die U16 der Gunners unglaubliche zehnmal gegen den FC Liverpool. Das Spiel endete 14:3 – und Mikel Arteta ließ das Sturm-Juwel erstmals mit den Profis trainieren. Noch bevor Obi seinen 16. Geburtstag feierte. Zum Einsatz kam der Rechtsfuß in der Saison 2023/24 vor allem für Arsenals U18, eine Altersklasse weiter oben, als er noch hätte spielen dürfen. Dennoch war Obi nicht zu stoppen, erzielte 32 Tore (!) in 18 Spielen.

Der Stürmer wurde in den Medien als „Wunderkind“ gefeiert. Kein Wunder wiederum, dass Arteta ihn unbedingt behalten, ihn von einer Vertragsverlängerung überzeugen wollte. Doch Obi boten sich zahlreiche weitere Optionen, 2024 arbeiteten unter anderem auch der FC Bayern München und Borussia Dortmund an einer Verpflichtung.

Anfeindungen nach Arsenal-Abschied

Obi gab den Bayern einen Korb und entschied sich, auf der Insel zu bleiben. Er unterschrieb bei Manchester United – ein Wechsel mit Konsequenzen. Die Arsenal-Fans nahmen ihm den Wechsel zu den verhassten Red Devils äußerst übel, der damals 16-Jährige musste viele Anfeindungen über sich ergehen lassen. Obi wurde mit Robin van Persie verglichen, der einst ebenfalls von den Gunners zu United gewechselt war.

Der dänische U-Nationalspieler erreichte auch bei Manchesters U18 eine herausragende Quote, traf 17-mal in 16 Einsätzen. Als 17-Jähriger feierte Obi sein Premier-League-Debüt, als Joker gegen Tottenham. Insgesamt achtmal spielte er für das Profiteam, im Alter von 17 Jahren und 156 Tagen avancierte er zum jüngsten Startelf-Spieler in der Premier-League-Geschichte ManUniteds.

Amorim kritisiert, Obi antwortet

In der vergangenen Saison erlebte sein steiler Aufstieg dann erste, zarte Dämpfer. Nur einmal stand Obi im Premier-League-Kader, zum Einsatz für die Profis kam er nicht mehr. Trainer Rúben Amorim erklärte, er habe Obi zu früh in der Premier League spielen lassen – nun sei der Däne nicht mal bei der U21 unumstrittener Stammspieler. Obi antwortete auf Instagram mit einem Jubelfoto, löschte seinen Post aber schnell wieder.

Statistisch betrachtet, war seine Saison erneut stark: In 37 Spielen für die U21 und die U18 kam Obi auf 20 Tore. Nun aber soll der 18-Jährige, der aufgrund seiner Mischung aus Statur (1,88 Meter), Tempo und Abschlussstärke immer wieder mit Erling Haaland verglichen wird, auf Profiniveau Spielpraxis sammeln – womöglich beim 1. FC Köln.

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