Stillstand im Transferpoker: Beim 1. FC Köln ist bislang kein neues Angebot für Said El Mala eingegangen. Nach Malek El Mala, der zuletzt immer wieder als Zünglein an der Waage für einen möglichen Wechsel galt, hat sich Borussia Dortmund derweil noch gar nicht erkundigt.
Im Poker, der seit gut drei Wochen das bestimmende Thema rund um den 1. FC Köln ist, ging es am Mittwoch recht ruhig zu. Während Said El Mala wie gewohnt mit seinen Teamkollegen trainierte, diesmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit, erreichte die FC-Verantwortlichen nach GEISSBLOG-Informationen bis zum Abend kein weiteres Angebot von Borussia Dortmund.
Seit Tagen heißt es, der BVB gehe all-in. Man bereite eine Offerte mit einem Gesamtpaket von 55 Millionen Euro vor, wovon gut 50 Millionen Euro als fixe Ablöse fließen sollen. Dortmund stehe „kurz davor“, das Angebot abzugeben, berichtete am Dienstag Sky-Transferexperte Florian Plettenberg. Doch am Geißbockheim hat man so seine Zweifel, ob Dortmund tatsächlich die Kölner Schmerzgrenze knacken wird.
Bringt der BVB den 1. FC Köln wirklich ins Grübeln?
Diese Zweifel haben die FC-Verantwortlichen seit dem ersten Dortmunder Angebot (der GEISSBLOG berichtete). Nach den ersten Vorstößen, die lediglich für Kopfschütteln sorgten und keinesfalls für Kopfzerbrechen, ob man sie annehmen sollte, sahen die Kölner keine Verhandlungsgrundlage mit dem Vize-Meister. Zu weit waren die Summen entfernt von dem rund 55 Millionen Euro schweren Gesamtpaket, das Anfang Juni der FC Brentford geschnürt, aber die Spielerseite abgelehnt hatte.
Dass der BVB ebenfalls in der Lage ist, die mindestens geforderten 50 Millionen Euro plus realistische Boni zu zahlen – und zwar ohne Ratenzahlung oder wahnwitzige Bedingungen –, glaubt am Geißbockheim wohl erst, wenn tatsächlich ein entsprechendes Angebot eingeht. Und selbst dann ist der Ausgang des Pokers aufgrund des weit vorangeschrittenen Transfersommers offen.
Wenn etwas kommt, das für den 1. FC Köln in der Größenordnung ist, dass wir uns unterhalten wollen, werden wir das auch tun.
Thomas Kessler
Allen Spekulationen über einen großen BVB-Vorstoß zum Trotz ist weiterhin zu hören: Der FC plant mit El Mala. Und zwar nicht nur für die Generalprobe beim SC Paderborn am Sonntag oder für den Pokal-Auftakt bei den Würzburger Kickers, sondern auch für den zweiten Bundesliga-Spieltag beim VfB Stuttgart. Dann, am 4. September, hat das Transferfenster geschlossen.
Wobei solche Planungen stets mit dem Makel „Stand jetzt“ versehen sind. „Wir haben gesagt: Wenn etwas kommt, das für den 1. FC Köln in der Größenordnung ist, dass wir uns unterhalten wollen, werden wir das auch tun“, erklärte Thomas Kessler am Samstag am Rande des Testspiels gegen Real Sociedad. Der BVB allerdings war bislang nicht in der Nähe dieser Größenordnung.
AC Mailand und FC Fulham abgeblockt
Ein Vorstoß eines anderen Clubs zeichnet sich derzeit ebenfalls nicht ab. Wobei für El Mala in diesem Sommer ohnehin nur ein Wechsel nach Dortmund, wo ihm ein Fünfjahresvertrag mit einem vielfach höheren Gehalt als in Köln winken soll, infrage kommt. Die Bild berichtet, dass die Familie zuletzt Anfragen der AC Mailand sowie des FC Fulham abgeblockt hat.
Für alle Parteien liegen die Karten auf dem Tisch: Die Kölner wissen, dass El Mala, falls er geht, zum BVB geht. Und die Dortmunder Bosse sollten sich inzwischen darüber im Klaren sein, dass sie den Preis für ihren Wunschspieler nicht drücken können.
Da helfen auch keine Avancen wie von Torhüter Gregor Kobel, der am Mittwoch bei Sky über El Mala sagte: „Er hat Speed, hat einen guten Abschluss, ist gut im Eins-gegen-Eins: Das sind alles Qualitäten, die ich sehr gerne im Team habe.“ Denn der 19-Jährige hat nicht nur Speed und einen guten Abschluss, sondern auch seinen Preis.
Bislang kein Angebot für Malek El Mala
Kein konkretes Thema ist bislang im Übrigen ein Abschied von Malek El Mala, der am vergangenen Freitag passenderweise für die Kölner U21 in der Regionalliga West gegen Borussia Dortmunds Zweitvertretung traf. Zwar war Saids älterer Bruder zuletzt immer wieder Teil der Wechselspekulationen, doch ein offizielles Angebot für Malek hat den FC nach GEISSBLOG-Informationen in diesem Sommer nicht erreicht.
Eigentlich gelten die Brüder, die sich in Köln eine Wohnung teilen, als unzertrennlich. Uerdingen, Gladbach, Meerbusch, Viktoria – alle Stationen gingen die El Malas gemeinsam an. Dass ein BVB-Transfer platzen würde, weil man keine Lösung für Malek findet, der auch in Dortmund in der Regionalliga auflaufen könnte, ist zwar unwahrscheinlich, doch erkundigt hat sich die Borussia bislang nicht nach dem 21-jährigen Stürmer.







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