Der Poker zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund ist beendet: Said El Mala wechselt nicht zum BVB. René Wagner erfuhr nach dem Training am Freitagvormittag von der Nachricht und reagierte wenig überraschend erfreut.
18 Millionen Euro – so groß war der Schritt, den Borussia Dortmund in den vergangenen Wochen auf den 1. FC Köln zugegangen ist. Im gut dreiwöchigen Poker um Said El Mala verbesserte der BVB seine anfängliche, als Witzangebot einzustufende Sockelablöse von 28 Millionen auf 46 Millionen Euro.
50 Millionen Euro wären über Bonuszahlungen leicht zu erreichen gewesen, insgesamt hätte das Paket dank weiterer Boni rund 55 Millionen Euro betragen können. Doch dem 1. FC Köln ging dieser Dortmunder Schritt nicht weit genug. Die sportliche Leitung um Geschäftsführer Thomas Kessler forderte mindestens 50 Millionen Euro fix und entschied sich am Donnerstag, auch den finalen BVB-Vorstoß abzublocken.
Wagner: „Ich bin von nichts anderem ausgegangen“
Bereits direkt im Anschluss gingen die FC-Verantwortlichen intern davon aus, dass kein weiteres Angebot folgen würde – und sie sollten Recht behalten. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken bestätigte der Funke Mediengruppe am Freitag sowohl die Verhandlungen an sich als auch das Ende des Pokers.
„Said El Mala ist kein Spieler von Borussia Dortmund und wird es in diesem Sommer auch nicht werden“, stellte Ricken klar. „Wir haben in den vergangenen Tagen offene Gespräche mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln geführt, die unser letztes Angebot jedoch abgelehnt haben. Borussia Dortmund wird kein weiteres Angebot mehr unterbreiten und einen Transfer des Spielers nicht weiter verfolgen.“
Ich freue mich, dass Said da ist, er ist ein Top-Spieler für uns und gibt schon die gesamte Vorbereitung Gas.
René Wagner
Als Rickens Aussagen öffentlich wurden, machte El Mala, was er schon seit Wochen tut: Er gab im Training am Geißbockheim Vollgas. Der FC trainierte am Freitagvormittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Franz-Kremer-Stadion. So erfuhr Chefcoach René Wagner im Anschluss an die Einheit vom Ende des Pokers – und war entsprechend gut gelaunt, als der GEISSBLOG ihn auf El Malas Verbleib ansprach.
„Ich hab’s gehört, ich freue mich natürlich. Und noch mal: Ich bin von nichts anderem ausgegangen“, sagte ein grinsender Wagner, der in den vergangenen Wochen stets betont hatte, dass er mit El Mala plane. „Ich freue mich, dass Said da ist, er ist ein Top-Spieler für uns und gibt schon die gesamte Vorbereitung Gas“, erneuerte Wagner seine oft geäußerten warmen Worte. „Ich kann ihn jeden Tag noch mal loben, das ist einfach so.“
Neue Angebote für El Mala? Für Wagner kein Thema
Und das bleibt offenbar auch so. „Said ist einer, der vorangeht und die ganze Mannschaft mitzieht“, so Wagner über den El-Mala-Effekt. „Deswegen freue ich mich, dass er bei uns bleibt und dass sich da aktuell nichts verändert.“ Während Wagner über ihn sprach, marschierte El Mala selbst im Rücken der Medienvertreter schmunzelnd in Richtung Kabine.
Ob nach dem Ende der Verhandlungen mit dem BVB noch ein anderer Top-Club die Jagd auf den Youngster eröffnet, ist kein Thema, mit dem sich Wagner auseinandersetzt: „Wenn ich mir über Sachen Gedanken mache, die ich nicht beeinflussen kann, habe ich echt einen schweren Tag. Ich kümmere mich um die Jungs, wir haben viel, viel Spaß zusammen. Wenn ich dann noch zu Hause sitze und denke: Was könnte passieren, wenn – dann hört mein Kopf gar nicht mehr auf zu rattern.“ Das würde er gerne vermeiden.
Generell gilt für den Kölner Coach: „Ich arbeite mit dem, was ich von meiner Führung, von Kess, kommuniziert bekomme. Aktuell ist Said bei uns, er scheint nicht zum BVB zu gehen – das haben wir jetzt bestätigt bekommen.“ Und so fielen seine Antworten auf die Fragen, ob er mit El Mala für die Generalprobe in Paderborn (Sonntag, 12.30 Uhr) sowie die anschließend beginnende Saison plane, unisono kurz aus: „Ja“ und „ja“.







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