Die gegnerischen Mannschaften und auch der 1. FC Köln haben in den vergangenen Jahren mehrfach über den Untergrund im RheinEnergieStadion geschimpft. Ab sofort wird in Müngersdorf auf einem Hybridrasen gespielt.
Immer wieder war die Rasenqualität im RheinEnergieStadion ein Reizthema. Man denke nur zurück an die scharfe Kritik von Steffen Baumgart, der den Untergrund in Müngersdorf zwischenzeitlich als „Frechheit“ und „Gefahr“ für die Spieler bezeichnet hatte. Nun gehen die Kölner Sportstätten GmbH und der 1. FC Köln einen neuen Weg.
Ab der Saison 2026/27 tragen die Geißböcke ihre Heimspiele auf einem Hybridrasen aus. Man habe sich „dazu entschieden, auf diesen neuartigen Rasen umzustellen, der künftig für einen noch besseren und widerstandsfähigeren Untergrund bei den Heimspielen des FC sorgen wird“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Neue Technologie ermöglicht Wechsel
„Wir freuen uns, dass es durch ein so genanntes ‚Smart-Stitching-System‘ nun möglich ist, auch im RheinEnergieStadion Hybridrasen zu verlegen“, erklärt KSS-Geschäftsführer Lutz Wingerath. „Durch dieses neuartige System ist es uns möglich, auf Hybridrasen zu spielen, diesen aber wie in jedem Sommer praktiziert, für die Konzerte zu entfernen und nach den Konzerten neuen Rasen zu verlegen. Somit wird es weiterhin nationale und internationale Top-Konzerte im Stadion geben können und gleichzeitig kann der 1. FC Köln seine Heimspiele auf einem topmodernen Hybridrasen austragen.“
Der FC sei in die Planung eng einbezogen gewesen. Thomas Kessler sagt: „Unser Dank gilt der KSS für die sehr konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei diesem wichtigen Projekt. Die Entscheidung ist ein bedeutender Schritt, um die Qualität der Spielfläche im RheinEnergieStadion nachhaltig auf ein noch höheres Niveau zu heben.“
1. FC Köln trainiert auch auf Hybridrasen
Der FC-Sportchef ergänzt: „Mit Hybridrasen haben wir am Geißbockheim bereits über viele Jahre hinweg sehr gute Erfahrungen gesammelt. Insbesondere die höhere Belastbarkeit und die konstant guten Platzverhältnisse sind wichtige Faktoren für optimale Bedingungen im Trainings- und Spielbetrieb.“
In Müngersdorf hatte man bislang auf einen Naturrasen gesetzt, der speziell in den kälteren Monaten mehrfach für Probleme gesorgt hatte. „Auf dem Platz war es leider ganz schwer, Fußball zu spielen. Es tut mir leid, dass ich das sagen muss, aber auf solchen Plätzen kann man nicht fünf Pässe hintereinander richtig spielen, ohne dass der Ball verspringt“, bemängelte 2024 beispielsweise Leverkusens Granit Xhaka.
Die Verlegung eines teureren und widerstandsfähigeren Hybridrasens galt bislang als nicht vereinbar mit der multifunktionalen Nutzung des Stadions, in dem diesen Sommer Wolfgang Niedecken und AnnenMayKantereit auf der Bühne standen. Nun hoffen die Beteiligten auf eine dauerhaft hohe Rasenqualität.








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