Der erste Auftritt von Said El Mala mit der Nummer 10 im Trikot des 1. FC Köln. Auf der Tribüne berichtete Sky-Co-Kommentator Patrick Helmes über seinen Tag mit der Podolski-Nummer – der auch für Sportchef Thomas Kessler bitter war.
Das erste Spiel im Trikot mit der Nummer 10 begann für Said El Mala schwieriger als erhofft. Während er selbst in den goldenen Nike-Schuhen mit dem „CR7“-Aufdruck von Cristiano Ronaldo ein ums andere vergeblich den Ball auf seinen rechten Fuß legte und mit dem Abschluss scheiterte, ging Außenseiter Würzburg gegen den 1. FC Köln in Führung.
Als Co-Kommentator bei Sky verfolgte Patrick Helmes das Pokalspiel des FC beim Drittligisten und überzeugte einmal mehr mit präzisen Analysen, pointierter Kritik und übermittelte den Zuschauern sein Fachwissen kompetent und verständlich.
Schmadtke wollte Helmes als Nummer 10
Helmes? Richtig, da war doch was. Eigentlich hätte er 2014 die Nachfolge von Lukas Podolski im Trikot mit der Nummer 10 antreten sollen. Im Gegensatz zu El Mala war das aber damals keineswegs mit Podolski abgesprochen. Der damalige Präsident Werner Spinner hatte Podolski beim Abschied 2012 versprochen, das Trikot mit der 10 nicht mehr zu vergeben, solange der Weltmeister von 2014 aktiv ist.
Doch Geschäftsführer Jörg Schmadtke war diese Zusage ein Dorn im Auge, er wollte den gebürtigen Kölner Helmes mit der Nummer, die vorher Größen wie Overath und Littbarski getragen hatten, sehen. Vor dem Viertelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich bei der WM 2014 informierte der FC Podolski über die Maßnahme, was natürlich für wenig Begeisterung im DFB-Lager sorgte.
Karriere-Aus mit der 10
Im Rheinland dagegen streifte Helmes im Training die Klamotten mit der Nummer über und durfte auch einmal damit auf den Rausen auflaufen, wie er bei Sky verriet: „Ich hätte ja damals die 10 bekommen sollen, habe sie allerdings nur einmal getragen. Das war in einem Testspiel gegen eine Feuerwehrauswahl, glaube ich.“ Die Partie auf dem Dorf verlief wenig rühmlich, auch für den heutigen Sportchef Thomas Kessler. „Damals war Kess im Tor und hat sich gegen diese Truppe sogar noch einen gefangen.“
Für Helmes endete der Tag aber noch bitterer. Nach der Partie stellten sich Hüftbeschwerden ein, ein schwerer Knorpelschaden wurde diagnostiziert, die Karriere war schlagartig vorbei. „Für mich war es das dann, ich war danach verletzt, konnte kein Spiel mehr bestreiten. Mir war schon klar, welche Spieler dieses Trikot in der Vergangenheit getragen haben. Schade, es war eine schöne Zeit beim FC damals. Aber es hat nicht sollen sein.“








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