FC entging Transfer-Desaster – „Da dachte ich: Jetzt wird’s knapp!“

Kaderplaner Tim Steidten und Sportchef Thomas Kessler. (Foto: Bucco)
Kaderplaner Tim Steidten und Sportchef Thomas Kessler. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat den Transfer von Linksverteidiger Borna Sosa nur drei Minuten vor Ende der Transferperiode unter Dach und Fach gebracht. Thomas Kessler berichtete, woran es beinahe gescheitert wäre.

Dieser Transfer war mit der heißen Nadel gestrickt. Borna Sosa sollte am Deadline Day zum 1. FC Köln wechseln. Der Linksverteidiger jedoch erlaubte sich einen Fauxpas bei der Reise, und so wurde es bis 20 Uhr am 1. September noch einmal eng und hektisch am Geißbockheim. Beinahe wäre der Transfer noch geplatzt.

Das verriet Thomas Kessler am Dienstagabend beim DuMont-Talk im Audi Zentrum in Ehrenfeld. Der Sportchef berichtete, dass die Geißböcke die Leihe mit Crystal Palace nur mit viel Glück noch rechtzeitig über die Bühne bekamen und einem Fax-Desaster wie einst bei Eric-Maxim Choupo-Moting nur knapp entgingen.

Medizincheck am Geißbockheim

„Der letzte Tag war schon turbulent, weil Borna morgens noch bei seinem alten Verein auf dem Trainingsplatz war“, verriet Kessler. „Dann hat er seinen Ausweis vergessen, der wurde ihm dann noch hinterher gefahren. Deshalb mussten wir den Medizincheck ans Geißbockheim verlegen, weil wir keine Zeit mehr gehabt hätten, die Papiere zu unterschreiben.“

So reiste Mannschaftsarzt Dr. Paul Klein extra ans Geißbockheim, auch wenn ihm dort nicht alle Möglichkeiten zur Verfügung standen, um den sonst eigentlich üblichen umfangreichen Medizincheck durchzuführen. Dennoch musste es reichen – und es reichte: „Dann waren alle Unterlagen wirklich erst drei Minuten vor Toreschluss fertig waren“, sagte Kessler – also um 19.57 Uhr deutscher Zeit.

Kessler berichtet von technischem Schreckmoment

Crystal Palace musste dabei offenbar erst einmal daran erinnert werden, dass der deutsche Transfermarkt früher schloss als der englische. „Da sind Mannschaften aus der Premier League auch noch überrascht, dass das Transferfenster in Deutschland um 20 Uhr endet. Die sind weniger daran interessiert, was in der Bundesliga passiert, da schaut man eher auf sich selber“, sagte Kessler. „Da muss ich unserem Leiter Administration, Moritz Wellerdick, ein großes Lob aussprechen. Der saß die ganze Zeit am Laptop, an einem Telefon die DFL, am anderen die Engländer.“

Doch beim FC stockte so manchem kurz vor Schluss doch noch mal der Atem, denn aus dem Faxgerät wurde beinahe ein Laptop. „Wir mussten um 19.55 Uhr noch was ausdrucken, auf einmal ist der Bildschirm eingefroren“, verriet Kessler. „Da habe ich das erste Mal gedacht: Okay, jetzt wird’s wirklich knapp. Das Faxgerät brauchen wir Gott sei Dank nicht mehr, aber zum Glück ist Moritz ruhig geblieben zwei Minuten später waren die Sachen hochgeladen und die DFL hat bestätigt: alles da.“ So wurde Sosa doch noch rechtzeitig FC-Spieler und wartet nun auf seinen ersten Einsatz.

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