„Sie machen es hervorragend!“ Bestwerte und weltmeisterliches Lob für neues FC-Duo

Marvin Schwäbe und Ellyes Skhiri nach dem Spiel gegen Bremen. (Foto: Bucco)
Marvin Schwäbe und Ellyes Skhiri nach dem Spiel gegen Bremen. (Foto: Bucco)

Ellyes Skhiri hat gegen Werder Bremen erstmals gezeigt, warum er für den 1. FC Köln so wertvoll sein kann. Zusammen mit Tom Krauß dürfte er in den kommenden Wochen das Mittelfeld-Zentrum bilden.

Die Zahlen waren deutlich, waren Bestwerte: 13 Kilometer Laufleistung, 95 Prozent Passquote, drei Torschussvorlagen und eine außerordentliche Pass-Effizienz von 7,3 – der zweitbeste Wert auf dem Feld lag bei 2,5. Ellyes Skhiri machte gegen Werder Bremen erstmals deutlich, warum er der Kopf des 1. FC Köln werden soll und schon jetzt ist.

Zusammen mit Tom Krauß räumte der Tunesier gegen Bremen ab, war auf der Doppelsechs aber eher sogar ein Achter mit mehr Drang nach vorne, spielöffnend und vor allem als Dirigent des Kölner Spiels, ob gegen den Ball oder mit dem Ball. „Flaco ist für uns ein wichtiger Spieler“, lobte Trainer René Wagner. „Wir müssen Struktur bekommen, wenn das Spiel nicht so für uns läuft. Dann brauchen wir genau diese Spieler auf dem Feld. Von ihm versprechen wir uns natürlich, dass er in genau diesen Phasen Führung übernimmt.“

Matthäus mit Sonderlob für FC-Duo

Auch ein TV-Experte war besonders angetan von Skhiri und dessen Nebenmann. Weltmeister Lothar Matthäus lobte beim Sky-Topspiel in der Halbzeitpause: „Was mir am besten gefällt, ist die Doppelsechs. Krauß und Skhiri machen es hervorragend.“ Der Rekord-Nationalspieler verwies vor allem auf die Rollenverteilung: „Einer geht, einer bleibt.“

Dies bekamen Skhiri und Krauß zwar nicht immer optimal hin, sonst hätte Werder Bremen wohl nicht zurück ins Spiel finden können. Doch an der Abstimmung wird der FC in den kommenden Wochen weiter arbeiten. Wagner sagte: „Wir wollen den Kern der Mannschaft stärken und den Jungs, die auf dem Platz stehen, das Selbstvertrauen geben, dass sie führen können, führen dürfen und auch führen sollen.“

Krauß soll in Führungsrolle hineinwachsen

Skhiri kann dies mit seinen 31 Jahren längst. Tom Krauß mit seinen 25 Lenzen war bisher eher hart arbeitender Mannschaftsspieler, der zwar auch mal als Emotional Leader voranging, sich in die Zweikämpfe warf und durch rustikale Aktionen auch mal die Nebenleute mitzog. Doch eine Führungsrolle hatte Krauß bislang noch nicht inne. Das soll nun kommen, reifend an der Seite Skhiris.

„Ich versuche, mit Flaco die Lösungen zu finden. Das haben wir in dem Moment nicht geschafft“, gab sich Krauß nach der Partie kritisch, weil Bremen zurück ins Spiel gefunden hatte. „Das müssen wir uns auch klar ankreiden. Bremen hat es in der zweiten Halbzeit gut gemacht.“ Die kritischen Worte dürften auch zu der Entwicklung des 25-Jährigen gehören. Doch als Duo sollen Skhiri und Krauß in dieser Saison dem FC Sicherheit und Struktur verleihen. Finden sie sich auf dem Platz, könnte dies gelingen. Die erste Halbzeit gegen Bremen, in der Krauß vor dem 1:0 den Ball gewann und Skhiri für Maina auflegte, war ein Anfang.

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