Gewinner des Saisonstarts: Zwei Neuzugänge und ein Fast-Abgang

Gideon Mensah gegen Hoffenheim. (Foto: IMAGO / Chai v.d. Laage)
Gideon Mensah gegen Hoffenheim. (Foto: IMAGO / Chai v.d. Laage)

Der 1. FC Köln sucht noch nach Stabilität in der Bundesliga. Im Kader schwanken die Leistungen zahlreicher Schlüsselspieler. Dennoch gibt es schon Gewinner des Saisonstarts.

Jahmai Simpson-Pusey

Das Spiel beim Hamburger SV wird für Jahmai Simpson-Pusey in keiner guten Erinnerung bleiben. Der Engländer fühlte sich nach der Niederlage wegen seines Fehlers vor dem 1:2 verantwortlich. Dennoch: Der Engländer hat in der Vorbereitung und auch in den ersten Spielen schon gezeigt, warum der FC ihn im Sommer fest verpflichtet hat. Kein Innenverteidiger ist fußballerisch besser, hat einen besseren Blick nach vorne, ist gewillt, auch unter Druck von hinten aufzubauen, ohne Langholz zu ballern. Will der FC spielerisch endlich den nächsten Schritt machen, braucht es Simpson-Pusey.

Gideon Mensah

Als Gideon Mensah im Trainingslager zum FC stieß, war die Hoffnung groß, dass er sofort helfen könnte. Die Tests gegen Real Sociedad und Paderborn sowie das Debüt gegen Würzburg im Pokal jedoch waren schwach. Doch Mensah war zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig fit. Jetzt ist er körperlich auf der Höhe und zeigt, dass er ein Linksverteidiger auf hohem Bundesliga-Niveau sein kann. Defensiv stabil und offensiv mit Anschluss an El Mala und Moore – dazu zeigte seine bärenstarke Flanke auf Dallinga in Hamburg, dass er sehr wohl auch im Angriff eine Waffe sein kann, wenngleich dies nicht seine größte Qualität ist. Mensah hat sich festgespielt.

Ellyes Skhiri

Ellyes Skhiri ist der Chef. Das hat der Tunesier in den ersten Einsätzen direkt gezeigt. Der Rückkehrer mag nicht mehr der schnellste Bundesliga-Spieler sein, und das fehlende Tempo dürfte in so manchem Zweikampf zum Problem werden. Doch seine Präsenz, seine immense Laufstärke und sein Blick für die Mitspieler und Räume haben dem FC gefehlt. Skhiri hat seinen Platz bombensicher. Keiner im Kader kann, was Skhiri kann. Er ist nicht zu ersetzen.

Linton Maina

Linton Maina ist die größte Überraschung der bisherigen Saison. Schon in der Vorbereitung stark, konnte er diese Form in die Bundesliga überführen. Vorlage im Pokal, Vorlage gegen Hoffenheim, Tor gegen Bremen: Gerade die große Ineffizienz, die Maina lange nachhing, konnte er bislang überwinden und hat merklichen Einfluss auf das Kölner Spiel. Der Rechtsaußen löst gerade das Problem, das der Kader eigentlich noch aufweist: die fehlenden Optionen rechts vorne. Kann er diese Form konservieren und Konstanz in sein Spiel bringen – gerade das war lange sein Problem –, dürfte er noch wichtig werden.

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