Bleibt Marvin Schwäbe langfristig die Nummer eins des 1. FC Köln? Der Torhüter lässt seine Zukunft offen und wird weiterhin mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht. Zudem leidet Schwäbe mit dem verletzten Thijs Dallinga und lobt Trainer René Wagner.
In persönlicher Hinsicht kann Marvin Schwäbe auf einen ordentlichen Saisonstart zurückblicken. Beim Kicker steht der Kapitän der Geißböcke, unter anderem gemeinsam mit BVB-Keeper Gregor Kobel, auf Rang acht der notenbesten Bundesliga-Torhüter. Es scheint, als könne sich der 1. FC Köln auch in dieser Saison auf seine Nummer eins verlassen.
Dass Schwäbe seit Jahren zu den verlässlichsten Schlussmännern der Liga zählt, bleibt natürlich anderen Vereinen nicht verloren. Schon seit längerer Zeit wird der FC-Profi mit Bayern München in Verbindung gebracht – als Nummer zwei hinter Jonas Urbig, für die Zeit nach Manuel Neuers Karriereende.
Brisante Gerüchte halten an
Ein brisantes Gedankenspiel. Schließlich war es doch Urbig, für den Schwäbe beim FC nach dem Abstieg 2024 zunächst Platz machen musste und den er dann selbst wieder auf die Bank verdrängte. In der Folge wechselte der frisch gebackene Nationaltorhüter bereits im Januar 2025, früher als von vielen erwartet, an die Säbener Straße, wo er perspektivisch Neuers Nachfolge antreten soll und zunehmend Spielzeit erhält.
Natürlich weiß man bei den Bayern um die spezielle Verbindung von Urbig und Schwäbe. Und dennoch soll der 31-Jährige laut Sky weiterhin auf einer internen Torwart-Liste des Rekordmeisters stehen. Neuers Karriereende gilt als hochwahrscheinlich. Zur neuen Saison soll kein junger Herausforderer für Urbig, sondern ein routinierter und loyaler Stellvertreter verpflichtet werden.
Schwäbe gilt als Kandidat, aber offenbar nicht als besonders aussichtsreiche Option. Ebenfalls gehandelt werden Hoffenheims Oliver Baumann, Fulhams Bernd Leno und Augsburgs Finn Dahmen. Das Trio verfügt über auslaufende Verträge. Schwäbe – Stand jetzt – ebenfalls, doch bekanntlich soll sich das Arbeitspapier des FC-Kapitäns bei 20 Einsätzen automatisch verlängern.
Das ist komplett offen.
Marvin Schwäbe über seine Zukunft
Im Interview mit dem GEISSBLOG während des Trainingslagers in Kitzbühel wollte Schwäbe diese Klausel, die er ohne Verletzung definitiv erreichen sollte, nicht kommentieren. Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach sagt er bei Sky, angesprochen auf eine mögliche Vertragsverlängerung oder einen Wechsel: „Das ist komplett offen.“
Er denke nicht jeden Tag darüber nach. „Ich glaube, ich habe mich in der Hinsicht positioniert“, so Schwäbe, der immer wieder betonte, wie wohl er sich in Köln fühlt und sicher nichts gegen Gespräche mit Thomas Kessler über eine Verlängerung über 2028 hinaus hätte. Zum GEISSBLOG sagte er im Sommer: „Sollte die Zeit beim FC irgendwann zu Ende gehen, werde ich offen sein. Aber aktuell zählt für mich nur, hier gute Leistungen zu bringen. Wir haben mit der Familie hier unsere Base gefunden und fühlen uns sehr wohl. Mit allem anderen beschäftige ich mich gerade nicht.“
Schwäbe: „Alles, was kommt, kommt“
Bei Sky ergänzt Schwäbe nun: „Alles, was kommt, kommt. Erst einmal muss ich mich auf mich konzentrieren.“ Eine erneute Zusammenarbeit mit Urbig mutet jedoch so oder so unwahrscheinlich an. Wobei der 23-Jährige „ein sehr, sehr guter Torhüter“ sei, „der sich super entwickeln kann“.
Mehr als Urbig gilt Schwäbes Aufmerksamkeit dem Derby gegen Gladbach am Sonntag. Der Saisonstart mit vier Zählern aus den ersten vier Spielen sei „punktuell vielleicht ein bisschen durchwachsen, aber keineswegs schlecht“ gewesen. Der FC-Anführer findet, „dass unsere Leistungen in dem einen oder anderen Spiel eher individuell dafür gesorgt haben, dass wir weniger Punkte haben, als wir hätten haben können“.
„Fällt viel leichter“: Schwäbes Lob für Wagner
Das Derby sei nun „genau das richtige Spiel“, um diesen Trend zu stoppen. Wenngleich der FC ohne seine etatmäßigen Mittelstürmer Ragnar Ache (Muskelverletzung) und Thijs Dallinga (Kreuzbandriss) auskommen muss. „Das tut einem erst mal für den Teamkollegen persönlich sehr leid“, fühlt Schwäbe mit Dallinga. „Er kommt in ein neues Land und hat jetzt nach ein paar Monaten die Diagnose auf dem Tisch liegen.“
Die Mannschaft will den Ausfällen trotzen. „Wir werden schon Qualität haben, aber wir werden wahrscheinlich ein bisschen umbauen müssen“, glaubt der Kapitän. Der FC müsse sein „Spiel ein Stück weit ändern“. Schwäbe setzt auf die Ideen von René Wagner, der dem Team bislang „immer einen guten Matchplan zur Seite gestellt“ habe.
Generell lobt er den Trainer trotz einiger Kritik im Umfeld: „Er ist definitiv ein sehr nahbarer Typ. Auf Augenhöhe, einer, mit dem man reden kann, der einem zuhört und mit dem die Kommunikation einfach viel leichter fällt.“ Wagner sei aber „auch auf dem Platz mit dem Know-how, was er mitbringt, sehr, sehr gut“. Das gilt es, fortan in Ergebnisse umzumünzen.








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