Im DFB-Pokal gegen Union Berlin hat das Zusammenspiel zwischen Linton Maina und Said El Mala so gut wie noch nie funktioniert. Maina hat bereits jetzt doppelt so viele Scorerpunkte wie in der vergangenen Saison gesammelt – und für El Mala einen kleinen Seitenhieb parat.
Zum Saisonstart konnten es die Fans des 1. FC Köln kaum erwarten, ihr neues Traumduo zu bestaunen. Die Kombination aus Said El Mala und Tottenham-Leihgabe Mikey Moore galt als Versprechen für offensive Attraktivität. Nun ist es allerdings ein anderes Duo, das sich gefunden hat: El Mala und Linton Maina.
Neben dem Platz verstehen sich die beiden schon seit längerer Zeit blendend. Inzwischen funktioniert auch das Zusammenspiel auf dem Rasen. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach legte Maina seinem Kumpel El Mala das entscheidende 2:1 auf. Furios war dann die Vorstellung im DFB-Pokal, als sich die Flügelstürmer immer wieder suchten und fanden. El Mala erzielte per Doppelpass mit Maina das 1:0 und revanchierte sich mit dem Assist zum 2:0 – geboren war „El Maina“.
Maina: „Wir haben darüber gesprochen“
„Die Tore waren echt schön herausgespielt“, sagte Maina nach Abpfiff bei FC-TV und befand: „Es ist überraschender, dass er mir einen aufgelegt hat. Das war in den vergangenen Spielen nicht der Fall, wir haben darüber gesprochen.“ Es war wohl ein kleiner Seitenhieb, nachdem El Mala in den letzten Wochen auch mal den besser postierten Mitspieler übersehen hatte. Maina ergänzte schmunzelnd: „Ich hoffe, dass er jetzt gesehen hat, dass das geht, wenn er den Ball auch mal querlegt.“
Es ist eine neue Verbindung, über die sich der FC freuen darf. Vor dem Derbytreffer hatten El Mala und Maina bei einem Tor nie direkt zusammengearbeitet. In der kompletten Vorsaison hatte keiner der beiden den anderen bedient.
Das lag natürlich nicht zuletzt daran, dass Maina ein für sich persönlich enttäuschendes Jahr erlebte. Nach einer starken Aufstiegssaison samt Vertragsverlängerung stand er in der Bundesliga nur neunmal in der Startelf, kam lediglich auf zwei Tore und eine Vorarbeit. Unter René Wagner blüht der gebürtige Berliner auf.
Maina weiterhin Top-Scorer
In seiner aktuellen Verfassung ist Maina ein gefühlter Neuzugang – und wettbewerbsübergreifend weiterhin der Kölner Top-Scorer. Zwei Treffer und vier Assists gelangen ihm in neun Einsätzen. Seine Scorerpunkte der vergangenen Saison hat der 27-Jährige also bereits verdoppelt. Klappt das Zusammenspiel in der FC-Offensive künftig regelmäßig so gut wie am Dienstagabend im DFB-Pokal, werden weitere Torbeteiligungen folgen.
„Wir sind früh in der Saison. Irgendwann merkt man, dass man sich besser findet“, sagte El Mala nach der Pokalgala über die sich einstellenden Automatismen: „Wir trainieren jeden Tag zusammen. Irgendwann platzt der Knoten. Ich glaube, am Dienstag war der Tag.“
Wir verstehen uns mittlerweile alle gut auf dem Platz.
said El Mala
Der Nationalspieler und Maina stachen fraglos besonders heraus, doch auch Marius Bülter erwischte mit zwei Vorlagen einen starken Abend. Der 1,88-Meter-Hüne zeigte, wie er die schnelle Kölner Offensive mit seiner Körperlichkeit gewinnbringend ergänzen kann. „Wir verstehen uns mittlerweile alle gut auf dem Platz. Wir kennen die Räume, wir wissen, wo wir reinspielen müssen. Das Trainerteam macht super Matchpläne“, so El Mala.
Maina meinte: „Wir haben uns viel bewegt, haben tiefe Läufe gemacht. Wir vier vorne hatten Spaß.“ Wobei einer aus dem Quartett auch an diesem Abend vergeblich auf den erlösenden Moment seines ersten FC-Treffers, auf eine entscheidende Aktion wartete: Mikey Moore. Sollte der Knoten endlich auch bei ihm platzen, steht Wagner womöglich mehr als nur ein funktionierendes Duo zur Verfügung.








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