Die nächste Gelegenheit, Geschichte zu schreiben: Gegen Union Berlin bietet sich zum dritten Mal die Chance auf einen gemeinsamen Einsatz von Said und Malek El Mala. René Wagner erklärt, warum Malek bislang nicht debütierte und was dafür passieren muss.
Womöglich sind für Malek und Said El Mala alle guten Dinge drei. Am Sonntag wird der ältere Bruder des Nationalspielers zum dritten Mal in Folge im Profikader des 1. FC Köln stehen. Auf einen Einsatz wartet Malek bislang vergeblich. „Ich habe ihn ein bisschen aufgemuntert, dass er nicht reinkam“, sagte Said zuletzt nach der Pokalgala gegen Union Berlin.
Vor dem Wiedersehen an der Alten Försterei in der Bundesliga, bei dem der FC erneut auf Ragnar Ache verzichten muss (der GEISSBLOG berichtete), bestätigt René Wagner: „Malek bleibt im Kader.“ Wohl nicht wenige Fans im RheinEnergieStadion hätten die Brüder gegen Schalke oder Union nur zu gerne erstmals Seite an Seite in Müngersdorf gesehen. Der FC-Trainer erklärt, warum er bislang auf den besonderen Moment des El-Mala-Doppels verzichtete.
Wagner über Malek El Mala: „Er scharrt jetzt seit Kurzem“
„Bei uns wird keinem ein Einsatz geschenkt. Ganz im Gegenteil“, stellt Wagner klar, dass emotionale Beweggründe für einen Wechsel nicht ausschlaggebend sein können. „Wir wollen die harte Arbeit unter der Woche belohnen und haben uns jetzt für andere Wechsel entschieden.“ In der Offensive erhielten der aus der Startelf gerutschte Isak Johannesson sowie Reigan Heskey und Jan Thielmann Spielzeit.
Natürlich fiebert Malek El Mala seinem Debüt bei den FC-Profis entgegen, scharrt mit den Hufen. Doch: „Er scharrt jetzt seit Kurzem“, erinnert Wagner an den durchaus steinigen Weg des 21-Jährigen. Nachdem der Angreifer in der vergangenen Saison nicht zum ersten Mal lange verletzungsbedingt ausgefallen war, verzichteten die Verantwortlichen im Sommer bewusst darauf, ihn bereits während der Vorbereitung ins Bundesliga-Team zu integrieren.
Wir alle kennen Maleks Geschichte.
René Wagner
Malek sollte sich zunächst im Regionalliga-Team sowohl körperlich als auch leistungstechnisch stabilisieren. Erst seit gut einer Woche, und nach einer erneuten, diesmal kurzen Verletzungspause, ist er fester Bestandteil des Profitrainings.
„Wir alle kennen Malek Geschichte“, erinnert Wagner an die Verletzungshistorie, „deswegen müssen wir bei ihm natürlich schauen, dass wir ihn fit halten, dass wir ihn im Training halten, dass er Gas geben kann – dass er sich genau in der Form, die er aktuell im Training hat, jeden Tag zeigen kann.“ Dann rückt die Bundesliga-Premiere näher und näher.
El-Mala-Premiere 40 Jahre nach den Allofs-Brüdern?
Und womöglich erfolgt sie bereits am Sonntag in Köpenick. „Wir haben mit Malek einen klaren Neuner im Kader, der seine Berechtigung in Spielen haben wird, in denen wir diese Position brauchen. Wenn es so weit ist, wird Malek auf dem Feld stehen“, verspricht Wagner.
Im Pokalduell brillierte das Offensiv-Quartett – Said El Mala, Linton Maina, Marius Bülter und Mikey Moore – zuletzt ohne klassischen Mittelstürmer. In Berlin erwartet den FC womöglich ein ganz anderes Spiel. Sollte Malek dabei zu seinem Debüt kommen, würde genau 40 Jahre nach Thomas und Klaus Allofs wieder ein Brüderpaar für die Geißböcke auflaufen.








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