SGE Frankfurt Gerhardt Oczipka

Stöger zieht vor Gerhardt den Hut: „Das macht mich stolz!“

Es war die große Szene nach dem Spiel des 1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt: Peter Stöger ging zu Yannick Gerhardt, gratulierte ihm und lüftete seine Kappe: ein „Chapeau“ des Trainers für die überragende Leistung des 21-Jährigen beim 3:1-Sieg des Effzeh. Der Youngster dreht in der Rückrunde so langsam richtig auf.

Köln – Auf den ersten Blick war klar: Gerhardt erzielte ein Tor selbst, legte das 3:1 auf und war einer der auffälligsten Spieler auf dem Rasen. Klar, dass er der Mann des Tages gewesen sein musste. Doch Gerhardt beeindruckte auch deswegen, weil er – wie schon in Hamburg – im Laufe des Spiels gleich auf mehreren Positionen zum Einsatz kam. Erst im zentralen Mittelfeld, dann als zweite Spitze und im Wechsel mit Leonardo Bittencourt mal als Links- und mal als Rechtsaußen.

Chapeau: Lob und Verantwortung zugleich

Gerhardt zeigte gegen Frankfurt seine ganze Klasse, und man hatte dennoch das Gefühl, dass der 21-Jährige noch immer viel Luft nach oben hat. Der Linksfuß ist so etwas wie das liebste Kind der Kölner bei ihrem FC. Sitzt er auf der Bank, scheint es, als habe Trainer Stöger etwas gegen ihn. Dass dies nicht so ist, demonstrierten Coach und Spieler am Samstag nach der Partie. Der Österreicher zog seine Kappe vor seinem Schützling.

„Es bedeutet mir sehr viel, wenn man so eine Wertschätzung erhält. Das macht mich sehr stolz“, sagte Gerhardt hinterher über diese Geste. Er weiß sie zu nehmen, weiß, dass sie Lob und Verantwortung zugleich ist. Stöger weiß, wie viel Gerhardt kann. Nun liegt es am Youngster, diese Leistung immer und immer wieder zu bestätigten. Denn dass Stöger mit Gerhardt auf den ersten Blick härter ins Gericht geht als mit anderen, ist wohl vor allem dem Fakt geschuldet, dass der 21-Jährige tatsächlich das Juwel ist, für das ihn alle halten.

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