FC Frauen

Ein nie gefährdeter Abstieg: FC-Frauen müssen runter

Der Abstieg der Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln ist perfekt. Die Mannschaft von Trainer Marcus Kühn unterlag am Sonntag bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 0:4 (0:3) und muss nach nur einer Saison den Weg zurück in Liga zwei antreten. Die Bilanz nach einem Jahr Bundesliga fällt desaströs aus.

Köln – Eine Mannschaft gab es in den letzten Jahren immer, die absolut chancenlos war in der Frauen-Bundesliga. In der Saison 2015/16 waren es die Geissböcke. Der 1. FC Köln hatte nie eine echte Chance auf den Klassenerhalt, in Wahrheit lief vom ersten Spieltag an alles auf einen nie gefährdeten, sofortigen Wieder-Abstieg hinaus.

Wir sind zu Recht abgestiegen

Dass es am Sonntag gegen Hoffenheim noch einmal eine deutliche Niederlage gab, war nur die logische Konsequenz aus einer Saison, in der die FC-Frauen gänzlich chancenlos waren. Ein Sieg und drei Unentschieden aus 19 Bundesliga-Partien sprechen eine deutliche Sprache. „Da muss man dann ehrlich sagen, dass wir trotz unglücklicher Spiele insgesamt nicht die Qualität hatten, die Klasse zu halten und zu Recht abgestiegen sind“, sagte Trainer Marcus Kühn.

Der Hinweis auf „unglückliche Spiele“ muss bei gerade einmal 13 erzielten Toren in 19 Spielen wohl als der Versuch verstanden werden, das Gesicht in der Öffentlichkeit zu wahren. Kühn weiß, dass weder er noch sein Vorgänger Willi Breuer auch nur ansatzweise das Spielermaterial zur Verfügung hatten, um sich berechtigte Chancen auf den Klassenerhalt machen zu können. Aber auch sie selbst konnten keine taktischen Mittel an die Hand geben, dass dem umjubelten Aufstieg nicht der sofortige Abstieg folgte.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Klub ließ nun wissen, dass man einen „Neuaufbau in Liga zwei“ unternehmen werde. Viele Spielerinnen, darunter das große Talent Anna Gerhardt, werden den Effzeh verlassen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der 1. FC Köln bereit sein wird, das Projekt Frauenfußball weiter zu unterstützen, um wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Finanziell wären größere Anstrengungen möglich gewesen. Alleine, man wollte nicht so recht. Die Konsequenz heißt daher nun verdientermaßen: Abstieg und Rückkehr in Liga zwei.