Spinner Ritterbach Schumacher

Eiszeit am Geißbockheim: Zehn Fragen, zehn Antworten

Das Präsidium des 1. FC Köln verzichtet auf einen sechsstelligen Betrag, doch der Mitgliederrat ist empört. Was auf den ersten Blick verwirrend klingt, ist der vorläufige Höhepunkt eines Kleinkrieges, der hinter den Kulissen am Geißbockheim entbrannt ist. Über einen Streit, den es gar nicht geben müsste – und eigentlich auch nicht geben dürfte.

Köln – Es ist nicht überliefert, wie sich Werner Spinner, Toni Schumacher und Markus Ritterbach auf der einen sowie Stefan Müller-Römer und Dr. Carsten Wettich auf der anderen Seite am Montagabend begrüßten. Das Präsidium und die Vorsitzenden des Mitgliederrates hatten sich zum Treffen des Gemeinsamen Ausschusses verabredet. Es dürfte frostig zugegangen sein. Zwischen beiden Parteien herrscht Eiszeit.

1. Was ist passiert?

Spinner, Schumacher und Ritterbach hatten am Sonntagabend überraschend bekannt gegeben, in der laufenden Saison auf eine Vorstandsvergütung zu verzichten, obwohl diese eigentlich am Montag hätte beschlossen und am 26. September im Rahmen der Mitgliederversammlung vorgestellt werden sollen.

Der Effzeh-Gottesdienst im Kölner Dom. (Foto: GBK)

Das Präsidium und Alex Wehrle beim Effzeh-Gottesdienst im Kölner Dom. (Foto: GBK)

2. Was haben die Mitglieder bereits beschlossen?

Eigentlich ist alles ganz einfach. Die neue Satzung des 1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V. sieht vor, dass „der Mitgliederrat mit Zustimmung des Gemeinsamen Ausschusses für die Mitglieder des Vorstands eine angemessene Vergütung festsetzen kann“. Das Präsidium ist kein Ehrenamt mehr – diese Entscheidung hatten die FC-Mitglieder im November 2014 mit überwältigender Mehrheit getroffen (89,4 Prozent). So weit, so klar.

3. Wer entscheidet über die Höhe der Vergütung?

Der Mitgliederrat legt die Höhe der Vergütung fest, schlägt sie dem Gemeinsamen Ausschuss vor, dieser muss sie absegnen. Der Vorstand, eigentlich Teil des Gemeinsamen Ausschusses, hat in dieser Sache kein Stimmrecht.

4. Wie wird eine angemessene Vergütung festgesetzt?

Da der Effzeh ein „eingetragener Verein“ und damit gemeinnützig ist, darf laut Satzung „keine Person durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden“. Was unverhältnismäßig ist, entscheiden nicht die Gremien des Effzeh, sondern das Finanzamt Köln.

Stefan Müller-Römer.

Stefan Müller-Römer. (Foto: GBK)

Deswegen hat der 1. FC Köln beim Finanzamt angefragt. Dies geschah mittels einer „verbindlichen Auskunft“. Der Antrag zu dieser Auskunft umfasste viele Seiten und musste einen konkreten Vorschlag enthalten, wie hoch die Vorstandsvergütung ausfallen sollte.

Hier beginnen die Probleme: Der Mitgliederrat wollte diesen konkreten Vorschlag nach GBK-Informationen bei 200.000 Euro deckeln, der Vorstand die Summe von 450.000 Euro einreichen. Letzteres geschah.

5. Wie setzen sich diese Summen zusammen?

Zunächst einmal: Ob 200.000 oder 450.000 Euro – dies wäre die Gesamtsumme für alle drei Vorstandsmitglieder zusammen. Sie würde aufgeschlüsselt werden, sodass im Falle einer 200.000-Euro-Vergütung Präsident Werner Spinner beispielsweise 80.000 Euro und seine beiden Vize-Präsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach je 60.000 Euro jährlich erhalten würden.

Das Finanzamt hatte aber nicht nur gefordert, eine konkrete Summe genannt zu bekommen. Das Urteil, das die Behörde fällte, sollte auf mehreren Kriterien beruhen: das Wirtschaftsvolumen des 1. FC Köln, die Bedeutung des Vorstands im Gesamtverein und das Profil des amtierenden Präsidiums. Auf Basis dieser Informationen genehmigte das Finanzamt eine jährliche Vergütung von 450.000 Euro.

Weiterlesen: Kommt es nächstes Jahr zum großen Knall?



29 Kommentare

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  1. FC Jeck

    Und wie immer dient der gb als Sprachrohr der Verantwortlichen. Dazu noch mit völlig falscher Auskunft. Das Finanzamt gibt lediglich den Höchstrahmen vor, damit die Gemeinnützigkeit nicht aberkannt wird. Es ist keineswegs eine Empfehlung, diese Kompetenz wäre auch zuviel verlangt. Was spricht gegen den Mitgliederrat Vorschlag, als erste Zahlung überhaupt? Das es zukünftig bei anderen Vorzeichen nach oben angepasst werden könnte, versteht sich von selbst. Geisblog – 100% abhängig und parteiisch.

  2. Peter

    das ist quatsch, fc-jeck. das fa gibt keine höchstrahmen vor. das dürfen die gar nicht. die beurteilen, was sie aktuell sehen und geben dafür eine konkrete auskunft. eine erhöhung müsste erst wieder neu vom fa genehmigt werden. wenn du keine ahnung von vereinsrecht hast, lass es bleiben, alter!

  3. Sonja

    9 von 10 Punkten sind doch nur die Fakten. Und ich will nicht wissen was passiert, wenn die sich im nächsten Sommer nicht einigen. Kann sich der Club erlauben, das der Vorstand zurücktritt, weil sich die da oben nicht einigen? Nee! Bin ma gespannt, was auf der MGV los sein wird. Der Rat macht einen guten Job. Der Vorstand aber auch. Da ist bestimmt ne ganze Menge Neid dabei. Wenn es ums liebe Geld geht, ist immer Neid dabei.

  4. Hanseatic Geissbock

    Mir ist vollkommen unverständlich, wie der Mitgliederrat den Vorstand in dieser Sache so brüskieren kann. Alle drei Personen wenden unfassbar viel Zeit für unseren Verein auf, der weit über eine 40-Stunden Woche hinausgeht und im Rückblick auf die letzten 25 Jahre mit weitem Abstand die besten Entscheidungen getroffen hat, die wir uns vorstellen können.
    Kein anderer Bundesligist hat das Potenzial und Können eines Alexander Wehrle erkannt, der zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung noch nie Geschäftsführer war. Auch das Warten auf Jörg Schmadtke war genau richtig. Auch dort hätten andere Vorstände zu Schnellschüssen geneigt, weil JS eben nicht sofort verfügbar war. Das unser Verein nach all den Chaosjahren nun wieder als seriöse Adresse wahrgenommen wird ist in hohem Maße diesem Vorstand geschuldet. Jetzt auf eine Deckelung bei 200.000 EUR für alle drei zusammen zu drängen ist kleingeistig und kurzfristig gedacht. Selbst wenn die 450.000 als viel zu hoch angesehen würden (absolut nicht meine Meinung), wäre eine Beschädigung der 3 Personen weit kostspieliger, als der Summe zuzustimmen.
    Ich ziehe meinen Hut vor der weisen Entscheidung des Vorstands ein weiteres Jahr auf eine auch nur ansatzweise angemessene Vergütung zu verzichten und hoffe, dass dann alle zur Vernunft kommen und das Thema bei 450.000 EUR vom Tisch kommt!

  5. Thomas

    Vielen Dank Hanseatic Geissbock!! Ich war eben dabei einen Kommentar zu verfassen, der genau in die gleiche Richtung zielte, aber das trifft es auch für mich zu 100%!!!

  6. Klaus

    Man sollte nicht vergessen, dass wir 2 hauptamtliche GF und einen Sportdirektor Jakobs haben, dazu noch etliche Abteilungsleiter. Ich finde den Vorschlag der Mitgliederrats für einen Teilzeitjob, der jahrzehntelang ehrenamtlich ausgeführt wurde, völlig in Ordnung. Von 200.000 € „brüskiert“. Sorry Vorstand, einfach mal einen Gang zurück schalten. Genauso verhielt es sich schon bei der Nominierung, wo man es als Affront empfand beim Mitgliederrat vorher mal seine weiteren Ziele vorstellen zu müssen. Einfach mal die mit beschlossene Satzung lesen und bei aller guten Arbeit vom hohen Ross herunter kommen. Wir sind nicht eine Werbemaßnahme wie Rasenball Leipzig. Der FC „gehört“ den 80.000 Mitgliedern. Und unsere Vertreter, der Vorstand und der Mitgliederrat sollen im Interesse des FC und uns Mitgliedern konstruktiv zusammenarbeiten. Im Moment scheint es beim FC eine gefährliche Selbstzufriedenheit zu geben. Bitte einfach die gute Arbeit fortführen und nicht zurücklehnen. Eine enttäuschende Transferperiode, nun schon wieder selbstgemachter Ärger mit dem Mitgliederrat, das gefällt mir gar nicht.

    • Basti

      So falsch wie dein Eindruck der Transferperiode ist, so falsch ist scheinbar auch dein gesamter Eindruck auf dessen Hintergrund du hier deine Meinung vertrittst.

      Was denkst du, was sich Vorstände in anderen Unternehmen bzw. Vereinen in die Tasche stecken. Nur weil für dich und unsereins 200.000 € sicherlich keine Peanuts sind, heisst das nicht, dass die Summe nicht brüskierend sein kann. Brüskierend sind deine abenteuerlichen Vorstellungen eines Teilzeitjobs! Willkommen im 21. Jahrhundert.

      Spieler wie Horn und Hector konnten gehalten werden. Spieler die nicht nur die Chancen hätten, zu Vereinen auf sehr gutem internationalem Niveau zu wechseln, sondern dort auch bestehen würden. Wirklich eine sehr enttäuschende Transferperiode. Schau mal über deinen Tellerrand oder ändere mal deine Sichtweise. Wenn dir Bewusst wird, das Transferperioden sich nicht nur dadurch auszeichnen, welche Spieler man erwirbt, sondern vielmehr auch dadurch, welche Spieler man hält, werden dir vielleicht auch noch andere Dinge bewusst…

  7. alf krispin

    Das sind einmal mehr typische Anzeichen für geldgeile Pseudovorstände. Bekommen nie genug! Überspielen mit ihrer devoten verbindlichen Art ihre wahren Interessen, nämlich immer Kohle fürs eigene Säckchen zu suchen. Ihren gesamten Spesenaufwand für den FC werden sie sicher über den Verein verrechnen. Somit wären 200.000,- € ja ohnehin eine mächtig satte Draufgabe, oder?

    • Basti

      Sehr qualifizierte Aussage. Freilich wird der Job nur gemacht, um ins eigene Säckchen zu wirtschaften, da zählt nichts anderes, deswegen geht es dem effzeh in den letzten Jahren auch so schlecht…Was sind eigentlich deine sozialromantischen Erwartungen, die Herren haben uns in den nächsten Jahren ins internationale Fußballgeschäft zu führen, aber sollen selbst höchstens einen minimalen Bruchteil von dem Verdienen, was ein guter effzeh-Spieler monatlich bekommt?

      • alf krispin

        Wenn jemand den Verein ins internationale Geschäft führt, dann sind das in erster Linie immer noch die Spieler. Sollte dieses Ziel einmal erreicht sein, stünde ja einer erfolgsgerechten Beteilung der Vorstände kaum was im Wege. Aber bis dato wurde mehr oder weniger nur die Pflicht erfüllt.

        • Basti

          „Nur“ die Pflicht erfüllt? In erster Linie die Spieler? Du machst es dir aber sehr, sehr, sehr einfach und ist mir eindeutig zu platt um darauf ernsthaft einzugehen.

  8. Hanseatic Geissbock

    Lieber Klaus,
    bei 80.000 Mitgliedern gibt es selbstverständlich unterschiedliche Einschätzungen. Ich bin seit sehr vielen Jahren Mitglied und sehe mich in diesem Punkt nicht vernünftig vom Mitgliederrat vertreten. Auch Deine Meinung einer enttäuschenden Transferperiode sehe ich vollkommen anders:
    1. Höger, Rudnews und Rausch sind stärker als die Spieler, die sie ersetzt haben
    2. Die Verträge von absoluten Leistungsträgern ohne Ausstiegsklauseln sind verlängert worden
    Das ist eine herausragende Leistung! (frag mal beim HSV mit seinen 26 Mio. EUR Transferausgaben nach…)
    Noch ein Punkt: Inkl. Leistungsprämien verdienen vermutlich mindestens 2 Spieler bei uns mittlerweile 60.0000 EUR PRO WOCHE…das dies als Jahresgehalt für unseren Vorstand dann ausreichend soll leuchtet mir nicht ein…

  9. Hennes

    Hier geht es um ca. 250 000€. Auf den ersten Blick eine Menge Geld gerade für einen Verein. Für ein Wirtschaftsunternehmen bei Gehaltskosten wie einen Bundesligisten aber doch eher eine kleinere Summe. Wie viele melden sich denn zu Wort, wenn es um 0,25 Mio.€ mehr Gehalt für einen (bzw. drei) Spieler geht, wenn man bereit ist eine oder mehrere Mios. € mehr an Ablöse zu zahlen (siehe einige Fanforderungen bei Sané)?
    Spieler dieser Wirtschaftsunternhemen bekommen heutzutage das Geld in Schubkarren hinterher gefahren. Präsidien dieser Vereine sollen sich aber ganz weit zurückhalten? Wer ist denn, z.B. wenn man die letzten Jahre betrachtet, wichtiger? Wenn die Führungspositionen nicht von Profis bestückt werden, wird der Rest auch nichts reißen oder wie bei uns fast geschehen, sogar den Bach runter gehen.
    Der FC hat dem jetztigen Präsidium extrem viel zu verdanken. Es ist ein professioneller Verien geworden, der ganz knapp der Pleite entronnen ist und das ging nur durch den Einsatz von echten Profis, die wissen wie man Führungsaufgaben ausführt – sprich so etwas wie ehemalige (Top-)Manager. Es gab andere Kandidaten wie den eines bekannten Freizeitbekleidungsunternehmen, die sich das dann doch nicht antun wollten. Man sollte dem jetztigen Präsidium auf alle Fälle in irgendeiner Form auch eine wirkliche Wertschätzung entgegenbringen und sei es durch andere Gesten und zumindest ein faires Miteinander!
    Mir gefällt die öffentliche Diskussion nicht wirklich. das erinnert mich getrade eher an alte Zeiten.
    Auch wenn dann irgendwann mal ein neues Präsidium gesucht werden wird, sollte man lieber das im Verhältnis noch wenige Geld nicht sparen und ein richtig gutes Präsidium zur Wahl annimieren. Das kostet auf Dauer weniger bzw. ist ertragreicher…

  10. Waldemar

    Die 450000 Tausend Euro wären sehr gut angelegt das haben die sich verdient,sind ja auch mit Herzen bei dem Fc . Regel Nr.1 im Kölschem Grundgesetz : Et es wie Et es !

  11. K.H.Lenz

    Liebe FC-Freunde !
    Es wird in unserer Bundesliga jede Menge Spieler geben, die 450.000 Euro im Monat verdienen. Beim FC geht es nun um drei Vorstandsmitglieder, die mit 450.000 Euro im ganzen Jahre bezahlt werden sollen (oder eben nur mit 250.000 Euro). In welcher Welt leben wir denn eigentlich? Für eine langfristig gute Zukunft eines Bundesliga-Vereins sind doch die Vorstände, die Geschäftsführer und die Trainer wichtiger als die Jungs, die auf dem Platz stehen. Bayern München etwa ist doch deshalb so groß geworden, weil dort Leute wie Hoeneß, Rummenigge, Beckenbauer und andere lange auf der Kommandobrücke gestanden haben. Beim FC wird es nicht anders sein. Auch hier werden es Vorstand, Geschäftsführer und Trainer sein, auf die es ankommt, wenn der FC wieder ein angesehener Erfolgsclub werden soll. Ich finde, dass man diese Leute, auf die es langfristig ankommt und die Qualität nachgewiesen haben, auch angemessen bezahlen sollte.

  12. Decksteiner

    Präsident oder Präsidiumsmitglied sollte weiterhin auch eher eine Berufung als ein Beruf sein. Von daher finde ich 450.000 für die drei eigentlich als zu hoch.

    Perspektivisch gesehen isind 450.000€ für Spitzenleute die das Hauptberuflich machen zu wenig und alle anderen würden es auch umsonst machen bzw. sind sowieso so aufgestellt, dass sie kein zusätzliches Geld benötigen.

    Finde es daher gut das der Mitgliedsrat die Summe hier eher bei 200.000 für alle drei sieht. Das ist angemessen.

  13. Nick

    Das eigentliche Problem ist aber, dass die Sache überhaupt in die Öffentlichkeit gezogen wurde. Höhe der Vergütung hin oder her 200.000-450.000€ für alle drei – irgendwas dazwischen passt schon. Aber warum wird nicht einfach auf der Sitzung des gemeinschaftlichen Ausschusses verhandelt und die Summe festgesetzt??? Diese Summe hat dann das Präsidium zu akzeptieren oder nach zu verhandeln.

    Das hier das Präsidum dieser satzungsgemäßen Entscheidung einfach vorgreift finde ich nicht gut. Sie hätten ja nach der Festsetzung sagen können „Nein. Dafür machen wir es nicht!“, aber einfach vorher die Sitzungsentscheidung ad absurdum zu führen, finde ich nicht richtig.

  14. Rolf G.

    Also, ich muss klar sagen, dass ich die € 450.000 als völlig angemessen und akzeptabel sehe. Wenn man das mal ungefähr aufteilt, bekäme der Präsident vielleicht € 180.000 und die beiden Vizes jeweils € 135.000, im Jahr wohlgemerkt. Auf den einzelnen Monat verteilt wären das etwa € 15.000 im Fall des Präsidenten und € 11.250 für jeden Vize. Und das ist ja wahrscheinlich auch noch brutto, oder?
    Der FC ist eine Wirtschaftsunternehmen, das 100 Millionen Euro im Jahr umsetzt. Ich weiss nicht, welche Firma mit einem ähnlichen Volumen seine höchsten Führungskräfte auf diese Weise zu entlohnen glaubt.
    Das Amt eines Präsidenten und des Vize „ehrenamtlich“ zu führen, kann sich vielleicht ein Kreisklassenverein erlauben. Ein Wirtschaftsunternehmen wie der FC sicher nicht!
    Den Leuten, die € 450.000 übertrieben finden, beurteilen das wahrscheinlich aus der kurzsichtigen Situation ihres eigenen Geldbeutels. Das kann aber nicht die Sicht eines Klubs wie des FC sein. Von der Aussenwirkung mal ganz abgesehen.

    • brooki

      Bitte lieber Rolf….Der Präsident und dessen Vize sind nicht die Führungskräfte des Vereins. Das sind die GF Wehrle und Schmadtke und die verdienen sicherlich ein vielfaches…..

  15. Elke L.

    Ich teile deine Meinung, Rolf G.

    Finde aber auch, dass haetten unsere FC Leute unter sich ausmachen muessen. Jetzt ist es an die Oeffentlichkeit gekommen…ich hoffe dennoch, dass sie sich wieder zusammen raufen, denn unter vernuenftigen Leuten ist so etwas immer moeglich.

  16. Norberto

    Was verdient eigentlich ein TV Kommentator bei ARD/ZDF ? – Ist ja nun wirklich ein Teilzeitjob im Vergleich zu dem was unser Präsidium leistet – Oder ? Nur mal so zum als kleiner Kommentar meinerseits …

  17. Nippeser

    Hanseatic Geissbock hat es m.E. Erachtens am besten auf den Punkt gebracht. Der amtierende Vorstand hat – zusammen mit der von ihm verpflichteten sportlichen Leitung des FC – den größten Anteil am Aufschwung der letzten Jahre. Eine finanzielle Vergütung war längst überfällig, und dass man nun seitens des Mitgliederrats über die Höhe, deren Deckelung durch das FA noch immer weit unter dem liegt, was in vergleichbaren Strukturen bezahlt wird, diskutieren will, empfinde ich als beschämend. Der Mitgliederrat hat die Gelegenheit verpasst, dem Vorstand auch monetär die Anerkennung zukommen zu lassen, die er sich sich seit 3 Jahren durch kontinuierlich gute Arbeit verdient hat. Als jahrelanges FC-Mitglied fühle ich mich in dieser Frage vom Mitgliederrat ausdrücklich NICHT vertreten. Hut ab vor der Entscheidung des Vorstands, um des Vereinsfriedens Willen nochmal ehrenamtlich anzutreten. Das zeigt Größe, die ich bei Müller-Römer und Konsorten in dieser Angelegenheit vermisse.

  18. brooki

    Entschuldigung! Müller-Römer ist der Vorsitzende des Mitgliederrats…Der MR ist die „Stimme“ der Mitglieder. Das wollten wir alle…, dass die Mitglieder gehört werden. Der FC hat immer noch einen riesigen Haufen Schulden…Der MR ist nicht dafür da, Dinge im Namen der Mitglieder zu legitimieren, die in der, zweifelsohne positiven Situation, emotional gewollt sind, aber unangebracht sind. Der MR soll trotz (oder gerade wegen) der Euphorie die Dinge sachlich (!) bewerten. Bescheidenheit ist immer noch geboten. Die Herren Präsidenten würden mit dem beschlossenen Vergütungsansatz von 200 Tsd. angemessen vergütet. Die Vergütung könnte jedes Jahr in der Mitgliederversammlung neu festgesetzt werden. Gute Arbeit soll auch gut entlohnt werden und die Herrn haben gute Arbeit geleistet. Aber bitte Schritt für Schritt….Wenn der FC dann in den nächsten drei Jahren tatsächlich wieder einmal international vertreten sein sollte, könnte man auch die Vergütung anteilig nach oben setzen. Dann würde das Finanzamt, die dann automatisch höhere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des FC auch noch einmal neu bewerten und den Vergütungsansatz proportional nach oben setzen.

    Im übrigen wirkt die Erklärung des Präsidiums für mich wie ein sehr geschickter Schachzug, um den Mitgliederbeirat zu schwächen. Alle sachlichen Argumente des MR verlieren ihre Wirkung. Sehr clever von Herren Spinner.

    Allerdings stimmt es mich bedenklich, dass Gremien des Vereins offensichtlich im Clinch liegen….das führt zum „(Un-)Wohle“ des Vereins.

    • Hanseatic Geissbock

      Mir gefällt die insgesamt sachlich geführte Diskussion in diesem Forum. Im Hinblick auf die Sachlichkeit wäre ich aber sehr an den Argumenten PRO 200.000 EUR für alle drei Vorstandsmitglieder interessiert. Die fehlen mir weitgehend. Nur weil früher das Amt ehrenamtlich ausgefüllt worden ist, heißt das nicht, dass dies auch in der Zukunft von Bedeutung sein muss. Natürlich nagt keine der 3 Personen am Hungertuch, der Job geht aber durchaus mit Opportunitätskosten einher. So hat zB Toni Schumacher vor der Amtsübernahme sehr gut mit seinen Beratungstätigkeiten verdient. Aufgrund des zeitlichen Einsatzes für den FC entgehen ihm viele dieser Einnahmen. Ursprünglich war nach meinen Informationen die Absprache, dass er „später“ dann natürlich auch monetär von den „Abstrahleffekten“ durch sein „FC-Involment“ profitiert. Dies passiert derzeit allerdings nicht, auch weil ihm die Zeit dafür fehlt.
      Was mir als Argument ganz und gar nicht einleuchtet ist, die Frage 200 TEUR oder 450 TEUR an eine Europapokalteilnahme zu koppeln („dann wäre eine höhere Vergütung gerechtfertigt“). Wir standen nach dem Abstieg vor der Insolvenz und haben nun, nur wenige Jahre später, sehr hohe Vermögenswerte geschaffen und Fremdkapital abgebaut…was soll man denn noch in der kurzen Zeit erreichen?!?
      Bitte lasst uns hier keine Neiddebatte führen. Der Unterschied von 250 TEUR ist im Gesamtzusammenhang des FC-Budgets, der Umsätze und geleisteten Arbeit von dermaßen untergeordneter Bedeutung, dass wir und insbesonderer auch der Mitgliederrat sich den viel wichtigeren Themen zuwenden sollte!

      • Basti

        Deine Beiträge sind sehr gut und bringen es auf den Punkt. Bezüglich der fehlenden Argumente in Hinblick auf die Höhe der Vergütung wäre hier mehr Substanz wünschenswert. Kommentare a lá „Geldgeile Säcke“; „mach den Job NUR, um in die eigene Tasche zu wirtschaften“ etc. (was jetzt freilich die Extrembeispiele sind), helfen wohl absolut nicht weiter.

        Ob man das alles (kein Geld, 200T€ oder 450 T€) toll oder weniger toll findet, sollte nicht dazu führen, die Augen vor den Zeichen der Zeit zu verschließen und muss unabhängig davon betrachtet werden. Vorbei sind nunmal die Zeiten, an denen das Präsidium mehr oder weniger aus einer Person besteht, deren einzige vorzuweisende Qualität es ist, dass man mal für mehrere Jahre für seinen Verein professionell gegen den Ball getreten und eine Menge Ahnung vom Fußballspielen hat. Das ging/geht so lange gut, wie Vereine noch als Vereine und nicht als umsatzstarke Unternehmen fungieren.
        Diese Diskussionen um das Geld finde ich völlig überflüssig, weil eigentlich klar seien müsste, dass das Präsidium entsprechend ent-/belohnt wird. Durchaus kann man sich darüber Streiten, welche Form der Kommunikation das Präsidium in dieser Situation eingeschlagen hat…wobei ich persönlich es auch sehr gut nachvollziehen kann…

    • Nippeser

      Deinem letzten Abschnitt stimme ich uneingeschränkt zu. Dass darüber hinaus diese Diskussion nun öffentlich geführt werden muss, ist sehr bedauerlich.

      Zu allem anderen habe ich eine andere Perspektive als du. Ich will es einmal so deutlich machen: Nehmen wir an, du stellst mir deine Arbeitskraft zur Verfügung und lieferst über einen langen Zeitraum gute bis hervorragende Arbeit. Zur Festsetzung deiner Vergütung beauftragen wir nun ein neutrales Gremium, das als Ergebnis seiner Analyse den Rahmen einer solchen Vergütung festlegt. Daraufhin unterbreite ich dir ein Angebot über weniger als 50% dieser Empfehlung.

      Ich weiß nicht, ob „brüskiert“ es noch trifft. Es ist eigentlich ein Tritt in den Hintern.

  19. Nick

    Auch wenn ich nichts gegen 450.000 für alle drei hätte…

    „Der Mitgliederrat kann mit Zustimmung des Gemeinsamen Ausschusses für die Mitglieder des Vorstands eine angemessene Vergütung festsetzen.“

    So ist nun mal unsere Satzung.

    Noch bevor der Ausschuss tagt und eine Höhe festsetzen kann, wird diese Diskussion in die Öffentlichkeit gezogen. Da brüskieren sich eher die Vereinsgremien zu recht.

    Was wollen Spinner und Co. In einem Jahr machen? Sich erst wählen lassen und dann in einem Jahr einen auf Overath machen??? Warum entziehen sie sich jetzt der Diskussion???


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