Özcan Schalke

Özcans Traum-Debüt: „Wie Hennes mit dem Kopf voraus“

Sein Name steht schon jetzt in den Geschichtsbüchern des 1. FC Köln: Salih Özcan hat am Mittwochabend als 500. Profi für die Geissböcke debütiert. Sein Acht-Minuten-Auftritt machte Lust auf mehr – vor allem auf einen neuen Vertrag.

Köln/Gelsenkirchen – Es stand 2:1 für den 1. FC Köln, Timo Horn hatte gerade eine sensationelle Parade gegen Klaas-Jan Huntelaar hingelegt. Da wechselte Peter Stöger ein letztes Mal. Vom Feld ging der starke Yuya Osako. Doch es kam weder Pawel Olkowski, der noch gegen Freiburg zum Absichern eingewechselt worden war. Auch Filip Mladenovic musste einmal mehr bis zum Schluss zuschauen. Und Sehrou Guirassy, der sein Debüt hätte feiern und Osako positionsgetreu hätte ersetzen können, blieb ebenfalls draußen.

Perfekter Einsatz mit der Vorlage zum 3:1

Es kam der 18-jährige Salih Özcan, Mittelfeldtalent, Jung-Profi und ein echtes Juwel in Diensten der Geissböcke. Keine zwei Minuten stand er auf dem Platz, als er mit einem langen Ball auf der linken Seite geschickt wurde. Am Schalker Strafraum standen ihm Sascha Riether und Naldo gegenüber, doch Özcan ging ins Dribbling. Gegen Naldo körperlich im Nachteil, ging er zu Boden, rappelte sich aber wieder auf, während die Schalker sich irritiert anschauten. Özcan hob den Kopf, sah Simon Zoller in der Mitte, bediente ihn und bereitete so bei seinem Bundesliga-Debüt gleich ein Tor vor.

„Was Schöneres gibt es für ihn nicht“, sagte Kapitän Matthias Lehmann hinterher über den Youngster. „Und dann wurschtelt er sich da so durch, wie Hennes mit dem Kopf voraus, spielt ihn dann noch quer. Sein erster Assists – das Spiel wird ihm lange in Erinnerung bleiben. Wir sind alle stolz auf ihn.“ Wenige Minuten später durfte der Teenager vor der Gästekurve feiern, 4000 FC-Fans jubelten der Mannschaft und ihm zu. Ein Moment, auf den Özcan geduldig gewartet hat und der nur der Anfang sein soll.

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