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„Das haben wir verschissen!“ Köln nach Pleite angefressen

Der 1. FC Köln ärgert sich über eine unnötige Niederlage bei Eintracht Frankfurt. Eine schwache erste Halbzeit kostet die Kölner das Spiel. Nach der 0:1-Pleite – das Tor erzielte Mijat Gacinovic in der 4. Minute – zeigen sich die Kölner Spieler verärgert. Die Stimmen zum Spiel aus Frankfurt.

Matthias Lehmann: „Dass eine Aktion so früh in der Partie das Spiel entscheidet, ist bitter. Es ist ärgerlich, dass wir danach nicht in Fahrt gekommen sind. Wir haben uns verschleppen lassen und haben keine Lösungen gefunden. In der ersten Halbzeit hatten wir überhaupt keinen Zugriff, das war die schlechteste Hälfte der Saison. Das haben wir verschissen.“

Timo Horn: „Wir haben in der ersten Halbzeit generell keinen Zugriff auf den Außenpositionen bekommen. Die Frankfurter sind zu häufig zu frei zum flanken gekommen. Das haben wir gar nicht gut gemacht. Wir waren eigentlich gewarnt. Trotzdem war das Gegentor eine Zufallsproduktion, ein abgefälschter Ball, der als Bogenlampe dem Stürmer auf den Kopf fällt. Wir haben in der zweiten Hälfte die Frankfurter hinten reingedrängt. Aber es ist nichts dabei rausgesprungen. In den letzten Wochen sind wir häufiger in Rückstand geraten. Das ist natürlich kontraproduktiv, das kann man uns ankreiden. Wir haben auch heute gezeigt, dass wir die Fähigkeit haben zurückzukämpfen. Leider hat es nicht gereicht.“

Peter Stöger: „Wir haben zwei, drei Spiele in dieser Saison schon richtig stark begonnen und früh für uns entschieden. Heute waren wir nicht so aktiv, haben uns in den Zweikämpfen nicht so gestellt. Wir spielen gefühlt seit Saisonbeginn am Limit, aber wenn eine Phase mal nicht so gut oder das Glück nicht auf unserer Seite ist, dann kann es sein, dass wir Spiele verlieren. Das ist für mich keine wahnsinnig große Überraschung.“


Alles zur 0:1-Pleite des Effzeh in Frankfurt




  1. K.H.Lenz

    Ein Vorschlag, wie die Mannschaft in Zukunft vielleicht besser in die erste Halbzeit hineinkommen könnte: Peter Stöger könnte den Jungs kurz vor dem Spiel eine heiße, starke Tasse Kaffee servieren lassen. Damit die Jungs direkt wach sind. Als Laie weiß ich natürlich nicht, ob das sportmedizinisch o.k. ist. Wenn ja: Die Wiener haben doch eine breites Palette an Kaffee-Spezialitäten und sind dafür in der Welt berühmt. Für jeden Gegner des FC das dazu passende Tässchen Kaffee. Ich finde, das wäre doch einen Versuch wert.

    • Rolf G.

      Lieber @K.H.Lenz, eine Tasse Kaffee fällt meines Erachtens wohl nicht unter die Dopingbestimmungen, auch dann nicht, wenn es Wiener Kaffee ist oder wenn der kurz vor dem Spiel verabreicht wird. Negativ könnte sich das eventuell auf die Blase auswirken, dann werden wir diesen oder jenen Spieler mal kurz in die Kabine flüchten sehen.
      Scherz lass nach, die Jungs sind in Frankfurt kalt erwischt worden. Es war sicher auch Pech, dass die leicht abgefälschte Flanke von rechts dann als Bogenlampe genau im Fünfer auf dem Kopf von Gacinovic landete und weder Horn noch ein Abwehrspieler noch an den Ball kamen.
      Pech war sicher auch, dass der Schiedsrichter das Handspiel nach dem Risse-Freistoss nicht sah, aber dann hat sich das auch mit dem Pech. Der Rest war ein ziemlich müdes Angriffsspiel des FC, ohne zwingende Aktionen und ohne ein erkennbares Konzept. Im Gegenteil, die Konter der Frankfurter waren immer brandgefährlich und oft gut ausgespielt.
      In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild zwar, der FC ging nun beherzter zu Werke und bestimmte weitgehend das Spiel. Die Frage stellt sich aber, ob das eher an der jetzt defensiver agierenden Eintracht lag oder doch eher am Spiel des FC.
      Grosse Chancen sprangen aber dann doch nicht mehr heraus. weder hüben noch drüben. Am Ende muss man sich mit der 2. Saisonniederlage anfreunden, die zwar sicher vermeidbar war, letztlich aber dem überlegenen Offensivgeist der Eintracht in der 1. Halbzeit geschuldet ist.
      Shit happens wie der Fachmann sagt. In Gladbach geht es weiter, obwohl wir jetzt zwei schwierige Auswärtsspiele haben: erst in Gladbach und zwei Wochen später in Hoffenheim.

  2. alf krispin

    Sehr optimistisch zu glauben, dass diese FC Mannschaft trotz streckenweiser erkennbarer Verbesserung einen Europaplatz erreichen kann. Es ist wie jedes Jahr am Beginn der Meisterschaft nur Strohfeuer, das ganz schnell abgebrannt war und die Jungs dann letztendlich glücklich im Mittelfeld gelandet sind. Aber träumen darf man ja…

    • Nick

      Lieber Alf. Alle Kommentare mitlesen, auch bei anderen Artikeln, dann erschließen sich Dir auch teilweise Sinn und Ernsthaftigkeit von Antworten…was soll man mit einem offensichtlichen Nicht-FC-Fan, der dich zwei Kommentare vorab noch als „Hurensohn“ tituliert, sich ernsthaft über die aktuelle Tabellensituation und die wahrscheinliche am Ende der Saison unterhalten…

      • alf krispin

        Nicht so ernst nehmen dieses Geschreibsel, das vielen die Bank des Psychiaters erspart. Es tut einfach gut seinen Fan-Frust über das Schreiben etwas erträglicher zu machen. Merke: Desto mehr der Schreiber ausfällig wird umso hilfloser ist dieses Würstchen in diesem Moment. Also volles Mitleid wäre da eigentlich angebracht, oder?

        • Nick

          Das stimmt. Aber mit so Leuten unterhalte ich mich nicht über realistische Ziele, wenn da also jemand mit „Und nach den zwei Niederlagen steht der FC da wo er hingehört.“ kriegt er halt die passende Antwort…

  3. Klio

    Timothy Chandler hat im Interview nach dem Spiel gesagt, dass Frankfurt besonders darauf aus war, ein Tor in den ersten zehn Minuten zu machen. Wäre ja auch seltsam. wenn sich noch nicht rumgesprochen hätte, dass der FC zu Spielbeginn besonders anfällig ist. Vielleicht braucht man hier ja den Sportpsychologen und tut vor Spielbeginn, als hätte man schon eine Halbzeit gespielt …

    Optimistisch ist der Glaube an einen europäischen Wettbewerb in der nächsten Saison vielleicht, „sehr optimistisch“ würde ich es nicht nennen, @Alf. Vorletzte Saison Platz 12, letzte Saison Platz 9 – sicher kann man da nicht einfach hochrechnen (so schön es auch wäre). Zumal die Platzierung auch immer noch davon abhängt, wie gut oder schlecht es bei anderen Mannschaften läuft.

    Letzte Saison gab es trotz vieler unglücklicher Schiedsrichter-Entscheidungen Platz 9, aber die Mannschaft hatte auch keine größere Verletzungsserie. Mal sehen, was diese Saison bringt. Dass sich die Mannschaft trotz des Ausfalls verschiedener wichtiger Spieler so gut präsentiert, ist ein gutes Zeichen. Und: spielerische Verbesserungen sind zu erkennen.

  4. puschel

    …gute antwort klio, ich würde mir auch wünschen das der pitter mal über die ersten halb zeiten der letzten spiele nachdenkt – ist absolut verbesserungsbedürftig !


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