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Schwere Wochen für Kessler: Jetzt kommen die Bayern!

Thomas Kessler war der umjubelte Held im November, als der 1. FC Köln trotz der großen Verletzungsmisere Borussia Mönchengladbach besiegte. Und auch in den folgenden Wochen hielt die kölsche Nummer zwei, was zu halten war. Nur ein Fehler in Bremen, ansonsten reihenweise starke Leistungen des 31-Jährigen – so machte der Keeper die Verletzung von Timo Horn vergessen. Doch im Februar 2017 ist der Wurm drin.

Köln – Nach dem Spiel in Freiburg sagte Peter Stöger, er müsse aufpassen, dass sich Thomas Kessler nicht zu viel Schuld aufbürde für unglückliche Gegentore. Beim 1:2 im Breisgau hatte sich der Torhüter bei einem Grifo-Freistoß verschätzt und so das Gegentor zur Niederlage ermöglicht. Nur wenige Tage zuvor, beim Hamburger SV im DFB-Pokal, war ihm ein Schuss von Luca Waldschmidt aus den Fingern geglitten, sodass Gideon Jung zum 0:1 einschieben konnte.

Weiterarbeiten und Gespräch suchen

In der Folgewoche kam der FC Schalke 04 nach Köln. Es waren gerade einmal 60 Sekunden gespielt, als eine scharfe Flanke von der rechten Seite durch Kesslers Fünfmeterraum zischte. Der Torhüter blieb auf der Linie kleben, Konstantin Rausch ließ Alessandro Schöpf gewähren und es stand 0:1. Auch, wenn sich hinterher alle einig waren, dass die Fehlerkette bei Frederik Sörensen begann und Schalke die Situation in Klasse-Manier ausgespielt hatte, konnte selbst Sportchef Jörg Schmadtke seinen Torhüter nicht von aller Schuld freisprechen.

Und nun der gebrauchte Samstag in Leipzig. Ein Kessler-Querschläger vor dem 0:1, ein Schuss von Werner fast von der Torauslinie an Kessler vorbei zum 1:3 – erneut sah der FC-Keeper nicht gut aus. „Wir hätten die Fehler gerne lieber unter der Woche als an Spieltagen. Das ist ärgerlich, aber so ist das“, sagte Schmadtke nach der Partie. „Unser Torwarttrainer wird in der neuen Woche ganz normal mit Kess arbeiten und auch mit ihm reden.“ Aufbauarbeit, so Schmadtke, müsse es aber nicht geben.

Ein Tag voller Arbeit erwartet Kessler

Der Effzeh vertraut darauf, dass Kessler schon mehrfach Bestleistungen in schwierigen Situationen ablieferte, wie etwa bei den Heimspielen gegen Leverkusen und Dortmund vor der Winterpause. Auch in den ersten drei Spielen des neuen Jahres zeigte sich der 31-Jährige sicher und hielt gegen Mainz, Wolfsburg und Darmstadt bis auf einen Elfmeter der Lilien seinen Kasten sauber.

Am Samstag könnte Kesslers vorerst letztes Pflichtspiel für die Geissböcke auf dem Programm stehen. Denn Timo Horn steht vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. So könnte der 31-Jährige noch einmal zu einem Heimspiel kommen, das es in sich hat: Gegner ist der FC Bayern München. Ein Tag voller Arbeit kommt also auf Kessler und den Effzeh zu. Da wäre es schon einmal ein Anfang, wenn sich die gesamte Kölner Defensive besser präsentieren würde als in Leipzig. Den Rest soll dann ein gut aufgelegter Kessler übernehmen. Vielleicht macht es ihm ja Mut, dass der Februar am Dienstag sein Ende nimmt. Im März darf dann alles wieder besser laufen.


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