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Fitmacher Kugel: Maroh als nächste Herausforderung


Muskelverletzungen sind die häufigste Ursache in der Bundesliga für Spielerausfälle. Umso bitterer, dass trotz aller Prävention Maroh nun länger ausfallen wird. „Wir erheben objektive Daten, mit denen wir bestimmen können, wie beansprucht die Muskulatur der Spieler ist“, erklärt Kugel. „So können wir dem Spieler, selbst wenn er sich topfit fühlt, sagen: Pass auf, achte darauf und wenn du irgendwas spürst, sag sofort Bescheid.“ Maroh hatte zwar schon während des verhängnisvollen Trainings vor knapp drei Wochen etwas im Oberschenkel verspürt, die Einheit aber bis zum Ende absolviert. Erst hinterher hatte er gemerkt, wie der Muskel „zumachte“. Da war es aber schon zu spät.

Das ist eine verkehrte Herangehensweise

Wie lange der 28-Jährige ausfallen wird, ist noch immer nicht klar. Klar ist nur, dass er erst wieder ins Training einsteigen wird, wenn er völlig fit ist. Bayern-Coach Pep Guardiola beschwor vergangene Saison den Konflikt mit Star-Doc Müller-Wohlfahrt heraus, in dem er sagte: „Ich will, dass meine Spieler so schnell wie möglich wieder zurückkehren. Wenn sie acht Wochen verletzt sind, dann am liebsten schon nach sieben, bei vier Wochen Pause vielleicht nach drei.“ Das soll es beim Effzeh nicht geben, weshalb der Klub ein Geheimnis um die tatsächliche Ausfallzeit Marohs macht.

Maroh wieder an dessen altes Level heranzuführen, wird die nächste große Herausforderung für Kugel und Abanoz. Auch, weil sie ihn zur Not immer wieder aus der Belastung werden nehmen müssen, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden. „Im Profifußball sind immer noch viele unterwegs, die Spielern, die ein Zwicken spüren, sagen: Das kannst du rauslaufen“, sagt Kugel, der seit Jahren auch die deutsche Nationalmannschaft fit macht und mit dem DFB 2014 Weltmeister wurde „Auf Regeneration wird viel zu wenig geachtet. Und es wird Spielern zu selten die Möglichkeit gegeben, sich zu regenerieren und individuell dosiert zu trainieren. Das ist eine verkehrte Herangehensweise.“

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