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Gibt's jetzt das Spektakel? Die Gefahr mit dem Risiko


Nun kann zunächst einmal jeder FC-Fan beruhigt sein – ein 0:0 gegen Paderborn wird es in der nächsten Saison alleine schon aufgrund der Spielpläne der ersten und zweiten Liga nicht geben. Doch Strunz‘ Warnung an die Verantwortlichen war unmissverständlich: Selbst, wenn der Klub die Erwartungen versucht zu dämpfen und nur den Klassenerhalt zum Saisonziel ausruft: die Erwartungen zu erfüllen wird in den kommenden Monaten schwieriger werden als bislang.

Was veranstaltet Ihr für einen Scheiß?

Das wissen auch Peter Stöger und Jörg Schmadtke. Der Trainer spricht dieser Tage gerne von der „Freude“, die er bei den Fans sieht. Die Freude auf die Saison, verbunden mit der Hoffnung auf schöneren Fußball. „Diese Hoffnung teile ich“, sagt er dann gerne. Angesprochen auf den Begriff „Spektakel“ stellt er aber auch klar: „Spektakel ist nur dann interessant, wenn wir Punkte einfahren.“

Was nichts anderes bedeutet als: Kommt es in der bevorstehenden Saison hart auf hart, wird Stöger auch wieder lieber drei 0:0 in Serie in Kauf nehmen als drei knappe Niederlagen, bei denen aber möglichst viele Tore gefallen sind. Oder in den Worten von Jörg Schmadtke ausgedrückt: „Wenn wir vier Wochen totales Spektakel spielen und jedes Mal 4:5 verlieren, werden sie uns in der fünften Woche fragen, was wir da für einen Scheiß veranstalten.“

Bittencourt passt zur Fankultur – er reisst mit

Der 1. FC Köln besiegt Stoke City mit 2:1.

Leonardo Bittencourt. (Foto: Mika Volkmann)

Womit er wohl nur insofern Unrecht haben dürfte, als dass diese Frage nicht erst nach fünf Wochen aufkommen würde. Der Effzeh wird gerade zu Saisonbeginn eine Gratwanderung absolvieren müssen: Das leicht veränderte System (4-1-4-1) mit einer komplett neuen Innenverteidigung (Sörensen/Heintz) wirkte in der Vorbereitung schon erstaunlich stabil. Doch die ersten fünf Spieltage (Stuttgart, HSV, Wolfsburg, Frankfurt, Gladbach) haben es in sich.

Gelingt es den Geissböcken, einigermaßen erfolgreich in die Saison zu starten und sich zumindest im unteren Mittelfeld zu platzieren, dürfte der erste, wichtige Schritt gemacht sein. Misslingt der Start aber, dürfte sich Stöger nicht zu schade sein, einen Schritt zurück zu machen, um wieder zu alter Stabilität zurückzufinden. Schmadtke erwartet „eine harte Saison mit schweren Kämpfen“, der sich auch die Neuzugänge um Leo Bittencourt werden stellen müssen. Dass dieser am Ende dem Effzeh weiterhelfen wird, davon ist einer überzeugt, der den 21-Jährigen selbst in Hannover trainiert hat. Mirko Slomka sagte im „Doppelpass“: „Bittencourt passt zum FC. Er passt zur Fankultur. Der reisst mit. Das hat Schmadtke richtig gemacht.“

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