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Derby-Boykott: Horn appelliert an die Kölner Fans


Es ist das große Streit-Thema vor dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach. Nachdem die Borussia-Fans einen Boykott des Derbys angekündigt hatten, zogen die Kölner Anhänger nach. Die Erzfeinde im Hass gegen den DFB vereint, sodass sie selbst die Unterstützung für die eigene Mannschaft einstellen. Der Vorgang hat beim Effzeh für arges Kopfschütteln gesucht. Nun richtete sich Torhüter Timo Horn mit einem Appell an die eigene Anhängerschaft.

Köln – „Wir wünschen uns, dass alle unsere Anhänger dabei sind und uns dann auch anfeuern“, sagte der 22-Jährige am Dienstag. „Man merkt doch, dass uns diese Atmosphäre im eigenen Stadion nach vorne pusht. Das hat man nicht zuletzt gegen Hamburg gespürt, als die Fans einen großen Anteil daran hatten, dass wir zurückgekommen sind und das Spiel gedreht haben.“

Wie es sich für ein echtes Derby gehört

Ein Appell an die eigenen Fans, ihre eigenen Interessen nicht über die des 1. FC Köln zu stellen. Schließlich könne man auch anders demonstrieren als durch Stimmungs-Boykott. „Wir wünschen uns, dass alles friedlich abläuft, aber auch, dass Emotionen mit im Spiel sind – wie es sich für ein echtes Derby gehört.“

In Horns Worten schwang die Vorahnung mit, dass ausgerechnet die eigenen Fans dem Effzeh den so wichtigen Heimvorteil rauben könnten. Jener Heimvorteil, der dazu geführt hat, dass die Geissböcke noch immer im Kalenderjahr 2015 im RheinEnergieStadion ungeschlagen sind. „Für jeden Gegner ist es schwer, uns zuhause vor dieser Kulisse zu schlagen“, sagte Horn. Ein Vorteil, für den die Elf von Trainer Peter Stöger lange gekämpft hatte. Einer, der nun ausgerechnet aus der Südkurve konterkariert werden könnte.

Weiterlesen: „Daraus müssen wir irgendwann die Schlüsse ziehen“

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