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Unendliche Sehnsucht nach dem Derby-Sieg

Der 1. FC Köln und die Derby-Qualen gegen Borussia Mönchengladbach: Eine schauderhafte Bilanz verbindet die Effzeh-Fans mit den jedes Jahr mit Spannung erwarteten Duellen gegen den Erzrivalen vom Niederrhein. Kaum einer hatte ernsthaft geglaubt, diese Saison könnte es besser ausgehen als in den letzten Jahren. Doch plötzlich ist alles anders. Die Sehnsucht nach dem ersten Dreier seit 2008, sie erhält Nahrung.

Köln – Peter Stöger weiß genau, was die Stunde geschlagen hat in Köln und Umgebung. „Gladbach ist hier schon ein, zwei Tage früher ein Thema als ein anderer Gegner“, sagte der Österreicher, der in seinen ersten beiden Aufeinandertreffen als Trainer der Geissböcke ein Unentschieden holte und eine bittere Niederlage kassierte – wegen des umstrittenen Treffers von Granit Xhaka in der 90. Minute im vergangenen Februar.

Werden da unten wieder rauskommen – nur nicht am Samstag

Noch kein Tor ist den Kölner unter Stöger gegen die Borussia geglückt. Das soll nun endlich anders werden. Gegen die Fohlen-Elf, die alle vier Bundesliga-Spiele in dieser Saison verloren und dabei satte elf Gegentore kassiert hat. Gegen die Fohlen-Elf, die gleich auf mehrere potentielle Stammspieler wird verzichten müssen (u.a. auf die Verteidiger Stranzl und Dominguez). Gegen die Fohlen-Elf, die unter der Woche noch im Champions-League-Modus ist. Etwas, was laut Stöger zwar niemandem „in der Tombola“ ermöglicht wird. Doch die Königsklasse kann ein nicht unwichtiger Ablenkungs- und Kräftefaktor werden.

„Es kommt auf die Mannschaft an, auf die Struktur der Spieler. Manche müssen wissen, dass ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Andere brauchen Sicherheit im Spiel. Das kann ich nicht vorhersehen“, sagte Stöger auf die Frage, wie er glaube, dass Gladbach mit der schwierigen Situation umgehen werde. Dann fügte er mit einem Schmunzeln an: „Ich weiß, dass die da unten wieder rauskommen werden. Aber das muss ja nicht unbedingt schon am Samstag sein.“

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