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Gefährliches Gladbach: Frust, Ratlosigkeit und Trotz


Ohne Selbstbewusstsein: Das war vor einigen Wochen noch kaum vorstellbar. Gladbach war nach einer überragenden Saison erstmals seit Berti Vogts und Rainer Bonhof wieder in die Königsklasse eingezogen. Die Vorfreude auf die Saison war riesig, die Euphorie nahezu grenzenlos. Dann kam der Saisonstart mit einem wackeligen Sieg im DFB-Pokal auf St. Pauli und einer nicht für möglich gehaltenen Niederlagen-Serie von vier Pleiten in Folge. Das 0:3 von Sevilla war nur die muffig gewordene Kirsche auf einem bereits schimmligen Kuchen.

Das Derby ist ein ganz besonderes Spiel

„Dass wir im Moment nicht in einen Offensivrausch verfallen, das ist keine Überraschung“, stellte Sportdirektor Max Eberl fest. Das soll am Samstag natürlich ganz anders werden, im Derby in Köln, wo die Borussia genau vor zehn Jahren das letzte Mal verloren hat. Ein Sieg und Gladbach würde neuen Mut schöpfen. Eine weitere Niederlage aber würde die Situation dramatisch verschärfen. „Das ist ein ganz besonderes Spiel. Da müssen wir uns zerreißen und den Fans zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollen. Das werden wir auch tun“, erklärte André Hahn.

Und Favre? Der muss sich in der Rolle des Krisenmanagers zurecht finden, die ihm zwar bei seinem Einstieg bei der Borussia 2011 als unverbrauchter Trainer der Fohlen durchaus behagte. Bei seiner letzten Station in Berlin allerdings war er genau an dem Phänomen gescheitert, dass er Hertha BSC in die Champions League führte, dann aber einen katastrophalen Saisonstart hinlegte und nach dem siebten Spieltag entlassen wurde. Dieses Schicksal dürfte für den Schweizer in Mönchengladbach noch weit weg sein. Aber eine Niederlage im Derby gegen den 1. FC Köln wäre ein weiterer Stich ins Herz für die ohnehin schon arg gebeutelten Gladbacher.

 

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