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Treffen mit Ultras: Fan-Projekt versucht Wogen zu glätten

Vor dem Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben nun Gespräche zwischen den verschiedenen Fan-Vertretern des Effzeh stattgefunden. Das Ziel: so viel Support für die Geissböcke am Samstag im Stadion wie möglich. Ob es gelingt, bleibt fraglich. Denn die Ultravertreter der „Südkurve e.V.“ rücken grundsätzlich nicht von ihrem Stimmungsboykott ab.

Köln – Wie das „Fan-Projekt 1. FC Köln 1991 e.V.“ am Mittwoch in einer Stellungnahme mitteilte, habe es in der gemeinsamen Sitzung der AG Fankultur am Montag dazu aufgerufen, „die Mannschaft beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit allen Mitteln eines kreativen, lautstarken und friedlichen Supports zu unterstützen. Wir wünschen uns: Vollgas gegen Gladbach!“

Es handelt sich nicht um einen Boykott

Vollgas gegen Gladbach haben die Effzeh-Spieler versprochen. Ob allerdings auch die Südkurve Vollgas geben wird, steht noch in den Sternen. Wie das Fan-Projekt ebenfalls mitteilte, hätten die Ultravertreter ihre Entscheidung beim Treffen erläutert und erklärt, daran festhalten zu wollen. Sie hätten aber auch klargestellt, „dass es sich nicht um einen ‚Boykott‘ handelt“. Schließlich würden die Fans im Stadion sein, lediglich – wie angekündigt – auf Fahnen, Choreografie und organisierten Support verzichten. Ein grundsätzlicher Verzicht auf Gesänge sei nicht vorgesehen.

Dennoch wurde der „Südkurve e.V.“ für seine Stellungnahme scharf kritisiert. „Den Zeitpunkt und die Art der Protestaktion der Ultras halten wir für nicht zielführend. Diese Positionen wurden von unseren Vertretern in der AG unmissverständlich formuliert.“ Der Zoff um das Gladbach-Derby, ausgelöst durch die Auflagen des DFB (Personalisierung der Tickets und Reduzierung des Kontingents für die Gäste-Fans), droht zur Zerreißprobe für die Fan-Lager des Effzeh zu werden. Von einer einheitlichen Position, das zeigt die Stellungnahme des Fan-Projekts, sind die Kölner Anhänger weit entfernt.

10 Kommentare
  1. Andy
    Andy says:

    Was soll das? Diese Ultras sind keine Fans des FC, sondern Vollpfosten, die nicht ins Stadion gehören! Wer darüber nachdenkt, das Stadion auf 75.000 Zuschauer auszubauen, sollte denen einfach die Dauerkarte in der Südkurve wegnehmen und an richtige FC-Fans verkaufen und schwups ist das Problem gelöst.

  2. Tony
    Tony says:

    Lieber Andy,
    warum sollen Ultras sie seit vielen Jahren den FC überall hin folgen und unterstützen keine Fans sein ? Ich erinner mich gerne an einen Montagabend in Cottbus wo die Ultras die meisten Fans im Gästeblock waren und diesen Leuten willst du das Fansein absprechen ? Von Choreos und akustischer Unterstützung mal ganz zu schweigen.

  3. Hase
    Hase says:

    Lieber Tony. Klar, sind Ultras FC-Fans. Fans, die dem FC in den letzten Monaten sehr viel mehr schaden, wie nutzen… Schade eigentlich. Gerade jetzt spielen sie ihre Macht aus, wo die junge FC-MANNSCHAFT jede Art von Unterstützung braucht….

    • Tony
      Tony says:

      Es sind Zehntausende andere Fans im Stadion denen keiner verbietet die Mannschaft zu unterstützen. Besuchst du gerne Auswärtsspiele ? Ich schon, daher habe ich kein Bock auf die Kollektivstrafen vom DFB die mich und viele andere aussperren obwohl ich mir habe nichts zu Schulden kommen lassen. Dagegen werde ich auch mit protestieren, was im Umkehrschluss heißt, dass ich den Platzsturm gutheiße.
      Bei Osna – Münster werden für beide Partien die Gästefans komplett gesperrt, es gibt mittlerweile sogar Strafen für bestimmte Spruchbänder, Wunderkerzen und Klopapierrollen. So etwas kann doch keiner von Euch gutheißen, aber genau dies wird zur Realität wenn wir nicht mal alle gemeinsam was dagegen unternehmen. Schau dir England an, die Stadien sind voll aber sie sind tot. Natürlich muss es eine Strafe geben, aber diese darf nicht das Kollektiv treffen sondern die einzelnen Verursacher.

  4. Nick
    Nick says:

    Liebe Leute, diese ganzen Strafen kommen doch nicht von ungefähr… wenn ich am Wo-Ende nicht ständig arbeiten müsste, wäre ich auch bei jedem Heimspiel und vielen Auswärtsfahrten dabei… ja ich wäre wahrscheinlich so was wie ein Ultra… ich liebe meinen Verein und meine Stadt und ich unterstütze diesen bedingungslos… aber ich halte mich an die Regeln die es nun mal in einer Gesellschaft gibt und wenn ich mal dagegen verstosse, dann muss ich auch mit den Konsequenzen leben und diese akzeptieren… Die ganze Ultra-Szene ist aus dem Rahmen gelaufen, man hat sich eigene Regeln erfunden und akzeptiert die gesellschaftlichen scheinbar nicht mehr… das geht so nicht! Das hat für mich nix mehr mit der eigentlichen Ultra-Idee zu tun… schade eigentlich… diese ursprüngliche Idee finde ich sehr attraktiv, aber die Aussendarstellung lässt schwer zu wünschen… momentan wird dem Verein mehr geschadet und das auch noch bewusst und alles nur wegen den selbst auf erlegten „Ultra sein“-Regeln. Ich appelliere auch an alle Fan-Clubs im „Südkurve e.V.“ und auch alle Einzelmitglieder der Ultragruppierungen – denkt mal drüber nach – hat man euch überhaupt gefragt, was Ihr von dem Boykott haltet?! Läuft nicht allem blind hinterher – ihr seit doch selbst denkende Menschen, überlegt mal ob solches vereinsschädigendes Handeln wirklich das ist, was ihr euch unter „Ultra sein“ so vorstellt…

  5. Micha
    Micha says:

    Nick hat eigentlich alles geschrieben, was ich zu diesem Thema sagen wollte. Eine einzige Ergänzung habe ich. Warum kein Protestzug durch die Stadt ? Muss der Protest denn immer gleichzeitig unserem Effzeh schaden ? Das ist es in meinen Augen, was Euch Ultras so unglaubwürdig macht . Ihr protestiert gegen Maßnahmen, die einige von Euch selbst verursacht haben und schadet dann auch noch der Mannschaft im wichtigsten Spiel des Jahres. Warum seit ihr so ?

  6. Dirk
    Dirk says:

    und mal ganz ehrlich DFL / DFB juckt doch überhaupt nicht wie die Stimmung bei uns im Stadion ist.
    Solch blödsinniger „Möchtegern“ Protest mal wieder, der nur dem eigenen Verein schadet.
    Schade das die Ultras einfach kein Gehirn mehr haben….

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