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Diskussion um "Wir helfen": Was soll der FC machen?

Die geplante Aktion „Wir helfen“ der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gerät unter Beschuss: Der FC St. Pauli hat sich dagegen entschieden, am fünften und siebten Spieltag das Logo der Flüchtlings-Initiative auf seinen Trikotärmel zu zeigen. Der Grund: Man wolle sich lieber auf das eigene Hilfs-Engagement für Flüchtlinge konzentrieren. Viele Fans in Deutschland fordern jetzt ihre Vereine auf, es den Paulianern nachzutun. So auch Anhänger des 1. FC Köln.

Köln – Grund dafür ist die direkte Beteiligung der „Bild“-Zeitung an der geplanten Aktion. Das „Wir helfen“-Logo entstammt ursprünglich der „Bild“-Kampagne für Flüchtlinge.

„Der FC St. Pauli ist seit vielen Wochen auf verschiedenen Ebenen zu einem Thema, das seit Monaten alle emotional bewegt, aktiv, um den Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, zu helfen“, ließ der Hamburger Klub auf der eigenen Homepage wissen. „Unser Testspiel gegen Borussia Dortmund, das private Engagement unserer Spieler sowie verschiedenste Aktionen unserer Fans und Abteilungen für die Flüchtlinge in Hamburg sind Beleg dafür. Daher sehen wir für uns nicht die Notwendigkeit, an der geplanten, für alle Clubs freiwilligen Aktion der DFL teilzunehmen.“

Nach Bekanntwerden der Entscheidung der Hamburger bekundeten viele Fans Verständnis für die Sichtweise der Paulianer. Ausgerechnet „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann sah das deutlich anders. Er unterstellte dem als weltoffen und tolerant bekannten Klub via Twitter eine negative Gesinnung gegenüber Flüchtlingen. Und das, nachdem Pauli und Borussia Dortmund in der Vorwoche noch bei einem Testspiel mit einer großangelegten #refugeeswelcome-Aktion für deutschlandweite Aufmerksamkeit gesorgt hatten.

Das ließ der Klub vom Millerntor nicht auf sich sitzen: „Mit Verwunderung haben die Verantwortlichen des FC St. Pauli zur Kenntnis genommen, dass das vertrauliche Schreiben an die Bild-Zeitung von dieser genutzt wurde, die Absage des FC St. Pauli negativ in der Öffentlichkeit darzustellen.“ Kein Wunder, dass nun eine Diskussion entbrannt ist, wie sich die anderen Klubs der ersten und zweiten Liga verhalten sollen.

Was meint Ihr? Sollte der Effzeh die Aktion mitmachen oder zugunsten einer eigenen Initiative darauf verzichten? Stimmt ab und diskutiert mit! 

9 Kommentare
  1. Bärbelchen
    Bärbelchen says:

    Es würde für einen aufgeklärten und emazipierten Effzeh sprechen, wenn man sich von der Aktion fernhielte. St. Pauli & Union haben allerdings auch schon mehr getan für Flüchtlinge, haben also klar nachvollziehbare Gründe für ein Fernbleiben.

  2. Rockow
    Rockow says:

    Wer verdammt noch mal, liebe FC Verantwortliche, hat sich den hier niederträchtig und intolerant verhalten? Das war doch die Bild, die dem FC St. Pauli Übelstes unterstellt, nur weil der zurecht bei einer PR Aktion der Springer Presse nicht mitmachen will, da die in erster Linie der Eigenwerbung dient, also auch noch die Flüchtlingsnot fürs Geschäft instrumentalisiert.
    Wenn man dann auch noch seitens des FC windelweich von der Bild als „Bundesliga-Lizenznehmer“ labert, statt dem angegriffenen Vereinskollegen zur Seite zu springen, dann ist das erbärmlich. Ist man beim FC zu feige sich gegen Verunglimpfungen der Springer Presse zu stellen oder es geht nur noch um Kohle?

  3. Der K 80
    Der K 80 says:

    Es ist einfach nur traurig, dass der effzeh kein Rückgrat gegen über der Blöd zeigt. Bei der nächsten Möglichkeit wird sie wieder hetzen, egal gegen wen.
    #spürbarangepasst
    #spürbargleichgeschaltet
    #spürbarweichgespült
    #spürebareangstvorderblöd?

  4. ragpicers
    ragpicers says:

    Zumal die Bild ständig ein falsches Bild vom Köln-Fan verbreitet, der nach zwei Effzeh Siegen in Folge von der Champions-League träumt. Das allein ist schon ein Grund für den FC, sich nicht an dieser großangelegten Blöd-Eigenwerbung zu beteiligen.

    • ragpickers
      ragpickers says:

      Ach weißt Du, wenn mir die Bedeutung einer FC-Mitgliedschaft nicht bewusst gewesen wäre, hätte ich niemals eine abgeschlossen. Man kann aber auch als Nicht-Mitglied treuer FC Fan bleiben und wenn der Effzeh heute mit dem Bild-Logo (ein Bild-Abo habe ich ürbigens nicht) aufläuft, dann steht mein Entschluss fest.

      • Nick
        Nick says:

        Musst Du wissen…Für mich bedeutet die Mitgliedschaft, schon eine stärkere Bindung zu meinem Verein…ich würd sie nie wieder her geben…geht bei mir auch eigentlich gar nicht mehr…aber wenn Du den FC diese Unterstützung untersagst, weil er mit dem Liga-Sponsor Logo auflaufen MUSS, dann finde ich das so wie den Ultra-Protest – einfach an der falschen Stelle protestiert. Der FC kann doch auch nichts dafür, dass er im DFB-Pokal mit VW-Emblem auflaufen muss…stell Dir mal vor, Ford würde jetzt sagen – „Hallo, was ist das denn?! – Da sponsern wir euch jetzt aber jetzt nicht mehr…“ Nein, nein…überlegs Dir nochmal aber, ich glaube, das ist wirklich kein Grund die Mitgliedschaft zu kündigen…

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