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Löw fordert noch mehr: Hector zwischen FC und DFB

Es war der 28. Spieltag der Saison 2014/15, als die Fans des 1. FC Köln einen entfesselt nach vorne stürmenden Jonas Hector bewundern durften. Ein Haken links, einer rechts, ein Schuss, Tor. Sein Treffer gegen 1899 Hoffenheim hob den Linksverteidiger auf ein neues Level in der Beliebtheitsskala bei den Effzeh-Fans. Ähnliches dürften seine Leistungen in der Nationalmannschaft bei Bundestrainer Joachim Löw ausgelöst haben. Doch der fordert noch mehr.

Köln – Jonas Hector ist zurück. Am Dienstagnachmittag trainierte der 25-Jährige zwar individuell hinter verschlossenen Türen. Doch der Nationalspieler war wieder zurück im Kreise seiner Mannschaftskameraden am Geißbockheim. Peter Stöger freute es, wenngleich er den Trubel um die Leistungen seines Schützlings im Dress des DFB fast schon mit Erstaunen zur Kenntnis nahm. „So groß ist die Überraschung nicht“, sagte der Österreicher.

So ein Weg für normalerweise nach oben

Für den 49-Jährigen ist die Entwicklung Hectors zwar nicht selbstverständlich und vorhersehbar gewesen. Doch der Charakter des ruhigen Saarländers hat laut Stöger erheblich zu dessen Karriere beigetragen. „Er geht konsequent seinen Weg und lässt sich von nichts ablenken“, beschrieb Stöger seinen Schützling. „Und wenn jemand so seinen Weg geht, führt der normalerweise nach oben. Er ist das beste Beispiel dafür, was möglich ist, wenn man Jahr für Jahr auf etwas hin arbeitet.“

Freilich hatte Hector nicht schon vor Jahren begonnen, auf die Nationalmannschaft hinzuarbeiten. Das kam erst mit dem Sprung in die Bundesliga. Aber nicht nur der Spieler selbst wusste früh, dass er eine Menge dessen mitbringt, was es braucht, um es in die Nationalelf zu schaffen. Der Bundestrainer lobte ihn schon früh als „taktisch gut geschult“. Nach den ersten sieben Länderspielen weiß er auch dessen Passsicherheit und Ruhe unter Druck. „Jonas macht einen sehr, sehr guten Eindruck mit seiner Klarheit und mit seinem einfachen, seriösen Spiel.“

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