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"Präventive Personalisierung darf nicht sein"

Am Donnerstag hat der GEISSBLOG.KOELN die Sicht des 1. FC Köln unter die Lupe genommen und gefragt, ob der Effzeh aufgrund des angespannten Verhältnisses zu Teilen seiner Anhängerschaft vor einer Zerreißprobe stehen könnte. Heute sprachen wir mit einem Kenner der Fan-Szene in Mönchengladbach und fragten nach: Wie ist dort – auch mit Blick auf die sportliche Situation – das Verhältnis zwischen Fans und Klub? Und wie wird dort die Kölner Diskussion bewertet?

Köln/Mönchengladbach – Andreas Plum ist seit acht Jahren mit dem Blog „fohlen-hautnah.de“ an Borussia Mönchengladbach und am Fan-Umfeld der Fohlen ganz nah dran.

GBK: Herr Plum, wie würden Sie die sportliche Situation von Borussia Mönchengladbach aktuell zusammenfassen?
ANDREAS PLUM: „Es ist eine komplizierte Situation, die – wenngleich erst wenige Spieltage absolviert sind – schon Sorgen bereitet. Die Mannschaft scheint aktuell völlig von der Rolle, wird aber wieder in die Spur finden. Davon bin ich überzeugt. Am besten bereits morgen.“

Fünf Niederlagen in Folge – was sind die Gründe für den verkorksten Saisonstart?
Es wäre eigentlich zu einfach zu sagen: Max Kruse und Christoph Kramer sind weg. Aber dass diese beiden Personalien zumindest derzeit so große Auswirkungen haben, hätte ich nicht gedacht. Kramer fehlt im Mittelfeld an allen Ecken und Enden. Letzte Saison hatte neben ihm Granit Xhaka alle Freiheiten. Jetzt fehlt der Junge, automatisch fällt Xhaka ab. Und dann hat sich Raffael mit Kruse blind verstanden. Auch wegen Kruse hat Raffael so eine starke Saison gespielt. Das Duo war perfekt. Mit Drmic klappt das noch überhaupt nicht.

Sind die Transfers der einzige Grund?
Nein. Letzte Saison hat uns in die Karten gespielt, dass wir nahezu keine Verletzten hatten. Das war schon außergewöhnlich. Letzte Saison hat alles gepasst. Jetzt passt noch nahezu noch nichts. Die scheinen alles verlernt zu haben, was letzte Saison noch geklappt hat. Und die Automatismen stimmen noch nicht.

Inwieweit ist das auch ein Kopfproblem?
Letzte Saison hattest du das Gefühl: Egal, was passiert, die kann nichts aus der Bahn werfen. Heuer kriegen sie einen drauf, da fällt nahezu das ganze Konstrukt zusammen. Das Kopfproblem ist definitiv da. Jetzt haben sich vor dem Derby echten Überdruck. Geht das Ding morgen schief, brennt hier der Baum richtig.

Weiterlesen: „Die Borussia ist gegen den Boykott, versteht ihn aber“

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