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"In Köln hatte ich mehr Spaß" – Toni Polster über das Derby


Die Jahre 1993 bis 1998, sie gelten als die Jahre des „Toni Doppelpack“ beim 1. FC Köln. Fünf Jahre lang ging Toni Polster für die Geissböcke auf Torejagd, ehe er nach dem Abstieg ausgerechnet zu Borussia Mönchengladbach wechselte. 79 Tore in 150 Bundesliga-Spielen erzielte der Österreicher für den Effzeh, am Niederrhein kamen nur noch elf in 31 Partien hinzu. 

Köln – Kein Wunder, dass er nun dem „kicker“ das Geständnis ablegte: „In Köln hatte ich mehr Spaß am Fußballspielen, das muss ich zugeben.“ Er sei zwar auch Gladbach dankbar für die Karriere nach der Karriere. Aber als echter Fußballer war der mittlerweile 51-Jährige nur in Köln wirklich glücklich.

Dem bevorstehenden Derby sieht er wenig überraschend mit Spannung entgegen. Sein Tipp: 2:2. Den Effzeh warnt er aber davor, die kriselnden Gladbacher auf die leichte Schulter zu nehmen. „Vorsicht! Angeschlagene Gegner sind immer gefährlich – oder wie sagt man da: Angeschossene Tiere beißen oft. Bei Derbys würde ich keine Vorhersage wagen. Denn eines ist klar, irgendwann gelingt der Borussia der Befreiungsschlag.“

Es scheint, als wäre Peter der ideale Mann

Das fürchten auch viele FC-Fans. Ihre Hoffnungen ruhen auf Peter Stöger, der es immerhin schaffte, in der vergangenen Saison beinahe zweimal ein 0:0 zu halten, hätte Granit Xhaka nicht im Rückspiel in der Nachspielzeit getroffen. Insgesamt ist Polster begeistert von der Arbeit seines Landsmannes in Köln. „Er macht das wunderbar und hat sich mit dem Team vieles erarbeitet“, so der ehemalige Stürmer. „Jeden einzelnen Schritt meistert Peter bisher bravourös. Nach einer solchen Kontinuität wurde in Köln seit Jahren gesucht. Es scheint so, als wäre er der ideale Mann. Im Moment sieht es auch danach aus, dass er die Mannschaft nochmals weiterentwickelt.“

Polster selbst trainiert aktuell die Wiener Viktoria in Österreichs vierter Liga. Sein Ziel: irgendwann mal als Trainer zurück nach Deutschland kommen. „Die Bundesliga ist mein großer Wunsch, aber ich finde auch die 2. Liga sehr attraktiv.“

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