Henriette Reker neben Alexander Wehrle.

OB-Kandidaten im GBK-Check: "Notwendig, das Stadion auszubauen"

Ich finde Stadionverbote angemessen

Es gibt diverse Themen, mit denen sich die Stadt und der 1. FC Köln gemeinsam befassen müssen. Aktuell gibt es deutliche Spannungen zwischen Polizei und Klub wegen der Fan-Problematik. Wie würden Sie das Thema angehen?
Was die Gästefans angeht, ist es schwierig. Einerseits müssen wir für die Sicherheit sorgen, andererseits sind die Besucher ja Gäste bei uns. Aber grundsätzlich müssen wir das ordnungsrechtlich machen. Das habe ich in Gelsenkirchen aus den Derbys zwischen Schalke und Dortmund gelernt.

Das heißt?
Sobald Gefahr für friedliche Fans und Besucher besteht, muss man konsequent gegen die Täter vorgehen und diese mit ihrem Verhalten konfrontieren. Sobald es gefährlich wird, finde ich Stadionverbote daher angemessen.

Kritiker aus Polizei und Politik führen an, dass Stadionverbote auch kontraproduktiv sein könnten, weil man dann nicht wisse, wo sich diese Personen aufhalten.
Aber das kann nicht der Grund sein, dass man keine Stadionverbote ausspricht. Man muss ja abwägen, ob man bei der entsprechenden Person mit weiteren Taten rechnen muss oder ob derjenige sich nur ein Mal daneben benommen hat.

Eine perspektivische Notwendigkeit

Jochen Ott und Henriette Reker.
Jochen Ott und Henriette Reker.

Sie haben von der großen Mehrheit im Stadion gesprochen. Diese soll sich nach Wunsch des Effzeh in den nächsten Jahren von 50.000 auf 75.000 Zuschauer vergrößern. Sie befürworten einen Ausbau. Warum?
Es besteht perspektivisch eine Notwendigkeit, das Stadion auszubauen. Mit Blick auf den Erfolg des 1. FC Köln in den letzten Jahren zwar nicht, aber hinsichtlich der Ziele des Klubs für die nächsten Jahre offenbar sehr wohl. Und in diesem Streben des FC, das zu verwirklichen, sollten wir das unterstützen. Sonst nehmen wir dem 1. FC Köln ja auch eine Entwicklungsmöglichkeit.

So ein Projekt würde aber viel Geld kosten. Zudem wären viele Bürger in den umliegenden Wohngebieten betroffen. Wie würden Sie diesen Ausbau als parteilose Oberbürgermeisterin politisch durchsetzen wollen?
Natürlich muss man dafür Mehrheiten finden. Das gleiche Problem hätte auch ja Jochen Ott mit der SPD. Aber ich glaube, dass der FC eine solche Ausstrahlung hat, dass sich dafür viele Unterstützer finden würden. Bezüglich der Wohngebiete muss man das mit großer Bürgerbeteiligung machen, mit viel Öffentlichkeitsarbeit. Und ich weiß nicht, wer dafür besser geeignet wäre als der FC selbst.

Weiterlesen: Das sagt Reker zum Stadionverkauf und zum Ausbau des Geißbockheims

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