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"Traurige Stimmung": Fan-Protest trübt Derby-Freude


Der 1. FC Köln hat einen denkwürdigen 19. September 2015 hinter sich. Nach zehn Jahren gewannen die Geissböcke erstmals wieder ein Derby im heimischen RheinEnergieStadion gegen Borussia Mönchengladbach. Das 1:0 (0:0) des Effzeh hätten Spieler und Fans gemeinsam ausgelassen feiern können. Stattdessen endete der Tag mit einer kurzen, distanzierten Ehrenrunde.

Köln – Das 83. Bundesliga-Derby der beiden rheinischen Rivalen hatte unter dem Eindruck des Protests gestanden. Fans beider Lager hatten entweder mit Fernbleiben oder mit eingeschränktem Support ihren Unmut über diverse Strafen zum Ausdruck gebracht, die der DFB im Vorfeld der Partie beiden Vereinen auferlegt hatte. Darüber hinaus nutzten Teile der Südkurve die Möglichkeit, die Effzeh-Verantwortlichen persönlich für ihre Position zu diesem Protest zu kritisieren.

Nicht so gefeiert, wie es sein sollte

In diesem Protest enthalten war auch, dass sich ein Teil der Fans in der Südkurve nahezu gänzlich mit verbaler Unterstützung für die eigene Mannschaft zurückhielt. Insbesondere in der ersten Stunde der Partie blieben viele Kehlen stumm. Erst mit der Drangphase der Kölner und dem daraus resultierenden Tor durch Anthony Modeste nahm die Unterstützung zwischenzeitlich zu, ebbte dann aber erneut ab.

Als Folge des zurückhaltenden Supports entschied sich die Kölner Mannschaft nach Schlusspfiff nur für eine kurze Ehrenrunde. „Es war leider von der Stimmung her traurig“, sagte der Ur-Kölner Marcel Risse hinterher. „Ich finde es schade, dass wir nach so vielen Jahren einen so großen Erfolg feiern, der von jedem einzelnen ersehnt worden war, dass er dann aber nicht so gefeiert wird, wie es sein sollte.“ Das sah auch Trainer Peter Stöger ähnlich, der aber nichts davon wissen wollte, die kurze Ehrenrunde mit den Spielern abgesprochen zu haben. „Für mich kam das nicht überraschend. Aber das war keine Ansage. Wir machen doch keine Ansage, mit wem sie jubeln dürfen.“

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