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Verspätete Flüchtlings-Aktion: "Toleranz" statt "Wir helfen"

Der 1. FC Köln hat sich wie alle 18 Bundesligisten am vergangenen Wochenende an der Aktion „Wir helfen“ beteiligt. Das von der „Bild“-Zeitung ins Leben gerufene Flüchtlingsprojekt steht allerdings in arger Kritik, in der Zweiten Liga hatten sich mehrere Klubs der Aktion verweigert. Nun hat der Effzeh eine eigene Aktion für das nächste Heimspiel angekündigt.

Köln – Der Hauptsponsor Rewe wird am Freitag gegen den FC Ingolstadt auf seinen eigenen Schriftzug verzichten. Dafür wird, wie schon im März gegen Werder Bremen, das Wort „Toleranz“ auf der Brust der Geissböcke prangen. „Zudem haben wir rund 500 Flüchtlinge aus Köln und ihre Unterstützer zum Spiel eingeladen“, erklärte der FC im aktuellen „Geißbockecho“.

Am vergangenen Spieltag hatte es deutschlandweite Fan-Proteste gegen die „Wir helfen“-Aktion gegeben. Vor allem Chefredakteur Kai Diekmann hatte den Zorn vieler Deutscher auf sich gezogen, als der den FC St. Pauli für dessen Weigerung kritisiert und dem Klub Flüchtlingsfeindliches Verhalten vorgeworfen hatte. Die verbale Entgleisung Diekmanns hatte die Kritiker nur noch mehr darin bestärkt, dass die „Wir helfen“-Aktion nur eine Imagekampagne der „Bild“-Zeitung sei.

Auch am 7. Spieltag am kommenden Wochenende soll die Aktion erneut stattfinden. Noch ist nicht bekannt, ob der Effzeh neben dem „Toleranz“-Schriftzug auch den Badge am Ärmel tragen oder dieses Mal darauf verzichten wird.

Diskutiert mit! Hätte der FC früher handeln und schon am Samstag auf den „Wir helfen“-Badge verzichten sollen? 

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