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"Feindliche Übernahmen" sollen verhindert werden

Das Präsidium um Werner Spinner ist bis zur Jahreshauptversammlung 2016 gewählt. Der Vorschlag für den kommenden Vorstand wird vom neuen Mitgliederrat ausgehen. „Das ist das Hauptrecht. Wenn es das nicht gäbe, könnte der Vorstand prinzipiell sagen: Lasst den Mitgliederrat doch machen, was sie wollen. Was interessiert uns das? Dieser Punkt hat früher nicht gepasst. Deswegen ist er heute so wichtig“, so Müller-Römer.

Früher waren 100 Mitglieder nötig, künftig sind es 2200

Entscheidend für dieses Hauptrecht ist deswegen auch eine Satzungsänderung, die am Donnerstagabend beschlossen werden soll. Bislang war es möglich, einen Vorstand vorzuschlagen, wenn man die Unterschriften von 100 Mitgliedern gesammelt hatte. Das soll künftig anders sein. Die Satzungsänderung sieht vor, dass in Zukunft drei Prozent der Mitglieder vonnöten sind, um einen neuen Vorstand vorschlagen zu können. Bei aktuell fast 73.000 Mitgliedern bedeutet das: Künftig brauchen Initiativen eine Unterstützung von gut 2200 Mitgliedern.

„Das ist die wichtigste Satzungsänderung, die in diesem Jahr auf dem Programm steht“, unterstrich auch Müller-Römer dieses Punkt der Tagesordnung. „Die Änderung würde das Vorschlagsrecht für Mitglieder verschärfen. Wir sind der Meinung, dass die alte Satzung beim Versuch einer feindlichen Übernahme zu großzügig war. Die neue Regelung würde die Rolle des Mitgliederrates stärken, weil der Rat ja von den Mitgliedern gewählt wurde. Die Rolle der Mitglieder selbst würde somit nicht geschwächt.“

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