Trauriger Ujah: "Ich weiß nur eines: Ich muss mal weg!"

Anthony Ujahs Abschied zu Werder Bremen sorgte für erhitzte Gemüter bei den FC-Fans.

Köln liebt seinen Anthony! Doch während Anthony Modeste beim 1. FC Köln trifft und trifft, fragt sich ein paar hundert Kilometer weiter nördlich Anthony Ujah gerade, was falsch läuft. Der Nigerianer steht mit Werder Bremen auf Rang 14 der Bundesliga-Tabelle, hat die letzten vier Spiele allesamt verloren. Trotzdem sagt er nun: „Ich bin genau dort, wovon ich geträumt habe und wo ich hingehöre.“

Bremen – Eigentlich müsste sich Anthony Ujah gerade vorkommen wie im falschen Film. Er hatte seinen Wechsel im Sommer von Köln zu den Werderaner damit erklärt, dass Bremen ihm eine bessere Perspektive böte und offensiveren Fußball spielen lasse als der 1. FC Köln. Nach acht Spieltagen hat der Effzeh aber nicht nur doppelt so viele Punkte auf dem Konto (14 zu 7), sondern auch sechs Tore mehr erzielt als der SVW (13 zu 7 Tore).

Ich habe noch Gefühle für den FC

Alles also nur ein großes Missverständnis? Ujah verneint. Im Interview mit der Syker „Kreiszeitung“ erklärte der 24-Jährige: „Egal, ob der FC am Ende Zweiter wird und vor uns liegt – ich werde diesen Wechsel nicht bereuen. Für meine Karriere bin ich genau dort, wovon ich geträumt habe und wo ich hingehöre. Ich freue mich, dass es für den FC gut läuft, denn ich habe noch ein großes Gefühl für diesen Club.“

Große Gefühle haben sich bei ihm in Bremen allerdings noch nicht eingestellt. Es ist sogar schon so weit, dass Ujah nach zuletzt vier Niederlagen in Folge sagt: „Ich weiß nur eines: Ich muss mal weg!“ Gemeint ist die Länderspiel-Pause und die Möglichkeit, für den nicht nominierten Nigerianer zwei Tage Auszeit zu nehmen vom Bremer Alltag.

„Es ist schwer für mich“, klagt er. „Ich bin ein schlechter Verlierer. Ich denke immer, ich hätte mehr helfen müssen. Niederlagen machen mich unglücklich.“ Zwei Tore hat er in der Liga bislang gemacht, zwei weitere aufgelegt. Gereicht hat es bislang aber erst zu zwei Siegen in acht Spielen. „Ich muss das akzeptieren. Ich glaube nicht, dass wir ganz nach unten rutschen werden.“ Hoffnung auf schnelle Besserung gibt es allerdings nicht. Der nächste Gegner heißt FC Bayern München.

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