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Ein komplett neues Spiel – zwei veränderte Klubs im Duell

Wenn der 1. FC Köln am Sonntag auf Schalke ran muss, kommen bei vielen Kölner Spielern gute Erinnerungen hoch. Zwei Spiele, zwei Siege – so lautete die Bilanz des Effzeh gegen die Knappen in der vergangenen Saison. Doch beide Teams haben sich entscheidend verändert. Trainer André Breitenreiter hat den FC Schalke 04 auf den Kopf gestellt und Peter Stöger bei den Geissböcken einen offensiveren Spielstil eingebracht. Ein Spiel mit komplett neuen Vorzeichen.

Köln – Letzte Saison waren die Königsblauen aus Gelsenkirchen ein Gegner mit großen Aufs und Abs. Gut für Stögers Elf, die es zweimal ausnutzen und mit 2:1 auf Schalke und 2:0 daheim in Müngersdorf gewinnen konnte. Eine Saison später hat Schalke 04 die letzten fünf Pflichtspiele gewonnen und geht mit breiter Brust gegen den Effzeh in die Partie.

Sané, Geis, Goretzka: „Die spielen bislang sehr gut“

„Wir haben letzte Saison gute Erfahrungen mit Schalke gemacht. So wollen wir es eigentlich wieder machen“, sagt Torhüter Timo Horn. „Aber Schalke hat sich deutlich verbessert. Man hat in den ersten Spielen gesehen, dass mit ihnen diese Saison zu rechnen sein wird.“ Leroy Sané ist in aller Munde, aber vor allem das zentrale Mittelfeld mit Leon Goretzka und Johannes Geis beeindruckt bislang durch Kompaktheit einerseits und Offensivdrang andererseits.

„Sie haben ein sehr variables Offensivspiel, das sehr schwer werden wird zu verteidigen“, warnt Horn. Kapitän Matthias Lehmann fasst es so zusammen: „Neuer Trainer, neues System, ein paar neue Spieler – die spielen bislang sehr gut.“ Besonders das Tempo über die schnellen Außenspieler der Schalker werden die Kölner in den Griff kriegen müssen. Für den Effzeh wird es ein komplett anderes Spiel werden als zuletzt gegen den FC Ingolstadt.

Wir haben elf Punkte und müssen uns nicht zermürben

Die Geissböcke gehen mit dem Gefühl in die Partie, nicht der Favorit zu sein und dennoch einen guten Saisonstart vor der nächsten Länderspiel-Pause veredeln zu können. „Wir haben elf Punkt und müssen uns nicht zermürben, weil wir das letzte Spiel Unentschieden gespielt haben“, sagt Lehmann. „Jetzt wollen wir vor der Pause noch mal was holen.“

In der vergangenen Saison hatte Stögers Elf aus einer kompakten Defensive heraus über Konter zum Erfolg gefunden. In dieser Saison suchen die Geissböcke oftmals selbst den Weg nach vorne. Eine Spielart, die auf Schalke nun in ihrer Balance auf die Probe gestellt werden wird. „Wir schießen vorne mehr, kriegen hinten aber auch mehr“, benennt Lehmann des aus seiner Sicht „gravierendsten Unterschied“ zur letzten Saison. Sorgen bereitet ihm das nicht. Im Gegenteil. „So haben wir fünf Punkte mehr geholt als letzte Saison. Insofern ist alles in Ordnung.“

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