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Effzeh im Schiri-Look: Was macht eigentlich Dankert?

Früher glaubten die Menschen, wenn sie sich an Karneval mit gruseligen Masken verkleideten, würden sie die bösen Geister austreiben. Am Mittwoch verkleidete sich das Trainer- und Betreuerteam des 1. FC Köln als Schiedsrichter. Ein Schelm, der Böses dabei denkt – oder gar an böse Geister, die es auszutreiben gelte.

Köln – Die Geissböcke nahmen damit die deutsche Referee-Gilde, Hannover 96 und sich selbst auf den Arm (oder die Hand). Ein ernster Hintergrund bleibt – denn Konsequenzen für die Schiedsrichter durch den Deutschen Fußball-Bund sind bislang ausgeblieben. Stattdessen gehen die Fehler weiter.

Es fing mit einer Wasserflasche an und endete im Skandal: Das 0:1 gegen Hannover am 18. Oktober war für FC-Coach Peter Stöger kein guter Tag. Ein andauernder Streit mit dem Vierten Offiziellen („Da hätte ich mich besser mit einer Wasserflasche unterhalten“), vor allem aber ein Hand-Tor von Leon Andreasen, nicht gesehen von Schiedsrichter Bastian Dankert und Assistent René Rode.

Aus einem Handspiel wird ein Karnevalskostüm

Dass zwei Wochen später im Spiel gegen 1899 Hoffenheim (0:0) erneut ein Handspiel und später ein elfmeterreifes Foulspiel übersehen wurden, machte die Sache nicht besser. „Hier in Köln scheint es kein Hand zu geben“, monierte Stöger hinterher, schwor sich aber, nichts mehr zu sagen. Kein Wort mehr kam ihm zu den Schiedsrichtern über die Lippen, gegen Leverkusen sah man ihn so lange und häufig auf der Bank sitzen statt am Spielfeldrand stehen, wie lange nicht mehr. Stöger wollte keinen neuerlichen Gefühlsausbruch riskieren.

Bis zum Elften im Elften: Da zogen seine Spieler in Handball-Trikots der SG Flensburg-Handewitt aus, um ein besonderes Trainingsspiel zu absolvieren. Es zählten nur Tore, die mit der Hand erzielt worden waren. Der FC sendete schöne Grüße via Twitter an Hannover 96, die Niedersachsen erwiderten den Gruß ebenso schön. Und dann kam Stögers Kostüm: ein Schiedsrichter-Outfit.

Weiterlesen: Bastian Dankert und sein Assistent leisten sich den nächsten Black-out

2 Kommentare
  1. Elke L.
    Elke L. says:

    Ich finde den Artikel gut, denn so in der Hetze des Alltags fällt das uns Normalos nicht immer auf. Wenn man das so nacheinander liest, dann fragt man sich doch ganz ehrlich: ist dieser Herr Rohde tatsächlich neutral?
    Daher liebe Blogger haltet mal weiterhin die Augen auf.

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