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Ode an die Freude! Köln stemmt sich gegen die Angst

Die Karnevalstrikots bleiben im Schrank, stattdessen werden die beiden Mannschaften mit Trauerflor auflaufen: Doch der 1. FC Köln und seine Fans planen ein ganz normales Fußballspiel an einem ganz und gar nicht normalen Samstag. Gut 47.000 Zuschauer werden gegen den 1. FSV Mainz 05 ins Stadion kommen. Es soll eine Ode an die Freude werden – nicht als Signal für Frieden in der Welt, sondern dafür, dass das Leben normal weitergeht.

Köln – Es werden mehr Ordnungskräfte am und im Stadion sein, die Polizeipräsenz wird höher sein, die Einlasskontrollen werden länger dauern, die Kassen früher als gewohnt öffnen. Und doch soll alles normal verlaufen am Samstag. Zumindest, wenn es nach Peter Stöger geht.

Wir brennen darauf, Bundesliga zu spielen

Der Trainer des 1. FC Köln ist der Überzeugung, dass der beste Weg zurück zur Normalität eben jene Normalität selbst ist. Fußball als Unterhaltung und nicht als aufgezwungene Botschaft in die Welt: „Wir haben ein Fußballspiel vor der Brust“, sagte der Österreicher am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

Peter Stöger.

Peter Stöger beim Training. (Foto: GBK)

„Ich weiß, dass viele etwas anderes interessiert. Aber ich war trotzdem weiter abends aus essen. Jeder muss für sich mit der Situation umgehen können. Wir wollen uns die Freude nicht nehmen lassen.“

Weiter abends rausgehen, weiter zu Konzerten und zum Fußball gehen, weiter genau das Leben führen, das die Kölner auch vor den Geschehnissen in Paris und Hannover geführt haben: Geht das so einfach? Und wie denken die Spieler des Effzeh darüber? Für den Österreicher keine Frage: „Die Jungs sind fokussiert und brennen darauf, am Samstag Bundesliga zu spielen. Wenn jemand für sich ein Problem hat, gibt es von uns logischerweise das Angebot, bei uns Rat zu finden. Aber die Jungs wirken stabil. Und so bereiten wir uns vor.“

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