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Training für Flüchtlinge: "Spaß haben, Freunde finden"

Auch nach Köln kommen Tag für Tag neue Flüchtlinge, Vertriebene aus den Kriegsgebieten, insbesondere aus Syrien. Alleine im Oktober waren es knapp 9000 Menschen, die in der Domstadt ein Dach über dem Kopf suchten und fanden. Der 1. FC Köln unterstützt die Stadt bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. Nun fördern die Geissböcke ein neues Projekt, um Kindern und Jugendlichen zu helfen. (Die Bilder gibt’s in unserer Galerie)

Köln – Das Fanprojekt des 1. FC Köln hatte es vorgeschlagen und zusammen mit dem KIDsmiling e.V. initialisiert, nun unterstützt es der Effzeh: ein wöchentliches Fußballtraining für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Flüchtlinge einerseits und Familien aus sozial schwachen Verhältnissen in Deutschland andererseits. Seit zwei Wochen kommen jeden Mittwochabend von 17 bis 19 Uhr Fußballbegeisterte zusammen und treffen sich zum Kicken. Über den Winter im Soccer-Treff in Pesch, ab dem Frühling dann auf den Jahnwiesen.

Wollen nicht nur zum Fußball animieren

„Flüchtlingskinder und erwachsene Flüchtlinge können hier gemeinsam mit deutschen Kindern und erwachsenen Fans gemeinsam Fußball spielen“, erklärte der FC-Fanbeauftrage Rainer Mendel dem GEISSBLOG.KOELN. Auch der Mitgliederrat unterstützt die Flüchtlingshilfe. Stadionsprecher und Mitgliederrat Michael Trippel war am Mittwoch in Pesch vor Ort und sagte dem GBK: „Wir wollen sie nicht nur zum Fußball animieren. Die Kinder sollen Spaß haben, sich austoben und sich kennenlernen, wodurch vielleicht ja auch neue Freundschaften entstehen.“

Auch die Gründerin von KIDsmiling, Dr. Sandra von Möller, betonte: „So lassen sich kulturelle und zwischenmenschliche Grenzen überwinden.“ Der gemeinnützige Verein engagiert sich bereits seit 2012 in der Flüchtlingshilfe und bietet unabhängig davon seit Jahren an elf Standorten in Köln kostenlose Fußballtrainings an. Die FC-Stiftung ist offizieller Kooperationspartner des Vereins.

Das Projekt ist nicht nur kurzfristig ausgelegt: Im Laufe dieser Saison soll das Training verstetigt werden und Schritt für Schritt mehr Fußballbegeisterte anziehen. Die Idee ist zudem, aus diesem gemeinsamen Treff Mannschaften entstehen zu lassen, die sogar für einen Liga-Betrieb angemeldet werden könnten. Zunächst aber zählt nur, die Flüchtlinge auf andere Gedanken zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, mit anderen Menschen Fußball zu spielen.

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