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Ujah keilt zurück: "Maroh will mich in Verruf bringen"

Der Elfmeter-Streit zwischen Dominic Maroh und Anthony Ujah, er ist offenbar noch nicht zu Ende. Nachdem der Innenverteidiger des 1. FC Köln seinem ehemaligen Mannschaftskollegen unsportliches Verhalten vorgeworfen hatte, keilte der Stürmer des SV Werder Bremen nun zurück. Er warf Maroh eine persönliche Kampagne vor. Doch der Streit der beiden hat eine längere Vergangenheit.

Köln/Bremen – Freunde werden sie wohl nicht mehr: Maroh und Ujah, die 2013 gemeinsam den Aufstieg mit dem 1. FC Köln in die Bundesliga feierten, haben sich nicht mehr viel zu sagen. Nach der strittigen Elfmeter-Szene am Samstag hatte Maroh dem Nigerianer Unsportlichkeit vorgeworfen. „Tony hat mir gesagt: Wenn der Schiedsrichter ihn gefragt hätte, hätte er gesagt, dass es kein Elfer war.“

Das bestritt der Werder-Angreifer nun vehement. „Ich habe Maroh nur gesagt, dass der Schiedsrichter mich nicht gefragt hat. Meine mögliche Antwort habe ich ihm nicht gesagt“, ließ er wissen. Maroh hatte vor dem Elfmeter wild gestikulierend auf seinen ehemaligen Mitspieler eingeredet und war dann, mit einem Tritt in den Rasen als letzten Gruß, wütend von dannen gestapft. Erst die Parade von Timo Horn beim Strafstoß hatte Maroh wieder etwas beruhigt.

Nach dem Spiel aber warf er Ujah vor, kein Sportsmann zu sein und seine Geschichte beim FC vergessen zu haben. „Vor einem halben Jahr hat er noch das FC-Wappen geküsst. Da hätte ich mir mehr Loyalität erwartet. Aber die ist ihm wohl abhanden gekommen.“

Weiterlesen: „Maroh war ein komischer Spieler, niemand hat ihn verstanden“

7 Kommentare
  1. Sülzgürtül
    Sülzgürtül says:

    „Um die Liebe von den FC-Fans zu bekommen, die ich bekommen habe…“ – so so, wie viel Zuneigung oder überhaupt sportliche/persönliche Achtung ist denn jetzt ein halbes Jahr später noch da?

    Wir waren wohl alle froh, als dieser limitierte Fussballer selber zum Elfer antrat.

    • HStar
      HStar says:

      Die Aussage von Athony Ujah ist auch wieder ganz schwach: „Um die Liebe von den FC-Fans zu bekommen, die ich bekommen habe, braucht Maroh zehn Jahre.“

      Ujah ist in seiner Zeit beim FC immer ein Spieler mit durchschnittlichen Leistungen gewesen. Seine Leistung schwankte immer zwischen guten aber auch ganz schwachen Phasen.

      Dominik Maroh hingegen bringt immer gute und konstante Leistungen. Ich würde einen Spieler wie Dominik Maroh immer einem Anthony Ujah vorziehen.

      Anscheinend ist Anthony Ujah auch das „Derby“ gegen Leverkusen entgangen.

  2. Nick
    Nick says:

    Ujah war halt ein sympathischer Typ… hat auch seine Leistungen gebracht und seine Tore gemacht, das steht man halt mehr im Blickfeld mit nem Tor, als mit her Geräusche in letzter Sekunde, die Dome mindestens so oft gesetzt hat, wie Ujah Tore gemacht hat… am Ende hat e nochmal 4,5mios gebracht… Vielen Dank für alles und viel Spaß in Richtung zweite Liga…

  3. Klio
    Klio says:

    „Dieser machte keinen Hehl daraus, dass er und Maroh schon zu Kölner Zeiten keine dicken Freunde gewesen waren.“

    Das würde ich doch hinterfragen. Ich erinnere mich daran, dass Maroh, nachdem Ujahs „100% Werder“-Foto publik wurde, ein Interview gab, in dem er vehement für Ujah eintrat und bei den Fans für Fairness plädierte (im FC-TV, der „Kicker“ nannte es ein „flammendes Plädoyer für Ujah“, http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/626492/artikel_marohs-plaedoyer-fuer-ujah.html).

    Also entweder Ujah erfindet hier ein früheres schlechtes Verhältnis zu Maroh aus momentanem Rechtfertigungsdruck oder Maroh hatte den Kollegen, der ihn nicht leiden kann, trotzdem gegen den Fan-Trend vehement verteidigt. In beiden Versionen schneidet Ujah mit seinen Aussagen im Charaktervergleich zu Maroh nicht gut ab. So oder so: Solche Aussagen wie „Maroh der einzige komische Spieler, den niemand im Kader verstanden hat“ werfen ein schlechtes Licht auf Ujah.

    • Kaycee
      Kaycee says:

      Zumal hinreichend bekannt ist, dass Dome und Timo Horn sich nicht nur gut verstehen, sondern richtig gute Freunde sind: Maroh war bei Horn’s Hochzeit dabei und anschließend fuhren er und seine Freundin mit den Frischvermählten in Urlaub – das macht man nicht mit irgendeinem dahergelaufenen „Sonderling“!

      Maroh hat gesagt, Ujah habe die Schwalbe mehr oder weniger zugegeben, Ujah bestreitet das. Ok, da steht halt Aussage gegen Aussage, dabei hätte man es dann auch belassen können. Dass Ujah dann aber so nachtritt und Maroh derart persönlich angreift, ist ganz, ganz schlechter Stil.

      Um von den Fans in Köln die Liebe zu bekommen, die Ujah in drei Jahren bekommen hat, brauchte Dominic Maroh gerade einmal 90 Minuten. In Leverkusen…

      • Klio
        Klio says:

        Klar, die 90 min in Leverkusen sind natürlich die Krönung, aber es zählt auch das Auftreten während der gesamten Zeit beim FC. Engagiertes Arbeiten auf dem Platz und positives Auftreten außerhalb des Platzes. Das Interview, das Maroh damals pro-Ujah gegeben hat, war mir noch gut in Erinnerung – ich fand es fair und abgewogen und hatte das Gefühl, dass er das nicht nur so gegeben hat, weil die Vereinsleitung hier die Stimmung für die letzten Spieltage beruhigen wollte, sondern dass er wirklich dahinter steht.

        Aber letztlich diskreditiert sich Ujah mit dem Niveau seiner Aussagen nur selber.

        • Kaycee
          Kaycee says:

          Natürlich, ich konnte mir nur die Retourkutsche nicht entgehen lassen ;-)
          Mir gefällt Maroh auch schon die ganze Zeit, sowohl auf als auch neben dem Platz. Keiner grätscht so schön – und erfolgreich! – wie er, und in seinen Interviews kommt er immer sehr klar rüber und macht einen intelligenten und vor allem auch sympathischen Eindruck.

          Und als er nach der Verletzung erstmal raus war, hat er nicht gemeckert, sondern einfach weiter gearbeitet und geduldig auf seine Chance gewartet.

          Sportlich wie charakterlich einwandfrei. Kann wohl nicht jeder…

          Bezeichnend für das Verhältnis zu den Kollegen war auch die Szene nach dem Abpfiff in Leverkusen, als Maroh sich auf den Rasen sinken lässt, und als erster Gratulant kommt ausgerechnet der von ihm aus der Startelf verdrängte Sörensen…

          Was der Herr U. aus B. da erzählt hat, kann also nur absoluter Blödsinn sein. Da hat wohl jemand nicht verkraftet, dass man ihm die ach so große Liebe entzogen hat.
          Den letzten Rest des Standings, dass er sich in Köln erarbeitet hatte, hat er nun höchstselbst mit dem A**** eingerissen.

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