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Talent Özcan profitiert und muss sich doch gedulden


Vor Özcan haben es in den letzten anderthalb Jahren drei weitere Talente versucht. Lucas Cueto war der erste, begeisterte im Sommer-Trainingslager 2014 in Kitzbühel. Lukas Klünter folgte im Winter in Orlando und überzeugte nachhaltig. In dieser Saison ist es Marcel Hartel, der nicht nur im Profi-Training eine deutliche Entwicklung zeigt, sondern auch in der U21 voran geht. So, wie sich die Verantwortlichen das wünschen.

Cueto auf dem Absprung

Von den drei 19-Jährigen ist Cueto allerdings wohl am Ende seiner Zeit beim 1. FC Köln angekommen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. In der U21 weiß man nicht, ob man noch mit ihm planen kann. Im Stöger-Team ist er chancenlos. Ein Abschied noch im Januar – nicht ausgeschlossen.

Lucas Cueto, Salih Özcan und Marcel Hartel mit Trainer Peter Stöger.

Lucas Cueto, Salih Özcan und Marcel Hartel mit Trainer Peter Stöger. (Foto: GBK)

Alle Kölner Talente stehen vor zwei Problemen: Erstens befinden sich die Geissböcke im zweiten Bundesliga-Jahr noch nicht in der komfortablen Lage, vielversprechenden Teenagern das Vertrauen schenken zu können, in der Bundesliga Erfahrung zu sammeln und auch Fehler machen zu können. Dem Saisonziel Klassenerhalt wird weiter alles untergeordnet. Stabilität geht über alles.

Profitieren Hartel und Özcan vom Nagasawa-Abgang?

Zweitens mussten in der Hinrunde auch Spieler wie Kazuki Nagasawa und Bard Finne akzeptieren, in einem ausgeglichenen Kader außen vor zu bleiben. Dass Nagasawa nun die Flucht ergriffen hat, könnte dagegen zwei Talenten nützen: Hartel und Özcan. Beide ähneln vom Spielertyp her dem Japaner, weshalb sie nun einen Konkurrenten weniger haben. Und sollte auch Finne den Klub noch verlassen, würde offensiv gar ein weiterer Platz frei werden. Im ohnehin kleinen Kölner Kader würden sich so neue Türen öffnen.

Weiterlesen: Was Özcan mitbringt

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