,

Elfmeter-Klau? „Ich habe keine 6.000 Euro“

Es lief die 23. Spielminute, als Filip Mladenovic in die Strafraum des HSV zog und ihm scheinbar der Ball von Lewis Holtby vom Fuß gespitzelt wurde. Auf den ersten Blick eine geglückte Rettungstat des Hamburgers, der den Ball zu seinem Torwart zurückspielte. Erst in der Zeitlupe wurde klar: Holtby hatte den Ball gar nicht berührt, sondern Mladenovic gefoult.

Hamburg – Es wäre die frühe Kölner Chance auf das 1:0 gewesen, wenn Schiedsrichter Dr. Felix Brych auf Elfmeter entschieden hätte. Das Tor fiel erst später, in der 41. Minute, und es brachte Köln kein Glück. Ob der Elfmeter am Ende zum Sieg geführt hätte, wird sich nicht mehr klären. Klar ist nur, dass es einer gewesen wäre – in einer Phase, in der Köln das Spiel unter Kontrolle hatte und der HSV weit weg von einer rettenden Halbzeit-Pause war.

Das würde ein teurer Spaß

Der 1. FC Köln spielt beim HSV 1:1. (Foto: Cathrin Müller)

Filip Mladenovic in Hamburg. (Foto: Cathrin Müller)

Die Kölner Verantwortlichen nahmen die Entscheidung mit Humor. Mehr oder weniger zumindest. „In allererster Linie muss das der Schiedsrichter bewerten“, sagte Sportchef Jörg Schmadtke. „Dann müssen es die Medien bewerten. Aber für mich würde das nur ein teurer Spaß.“ Der FC-Geschäftsführer musste gerade erst 6.000 Euro für die „Eierköppe“-Beleidigung an den DFB zahlen.

Daran erinnerte sich auf Trainer Peter Stöger. „Das war kein Elfmeter“, sagte der Österreicher nach Ansicht der TV-Bilder überraschend. Auf die Nachfrage, ob er das nur sage, weil der Strafstoß nicht gepfiffen worden sei, ergänzte er lachend: „So ist es.“ Dann schob er nach: „Und außerdem habe ich keine 6.000 Euro.“ Er lachte erneut. Hätte der FC das Spiel verloren, seine Laune wäre wohl weniger gut gewesen bei diesem Thema.


Alle News zum 1:1 beim HSV


0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar