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Mehr als nur ein Kölner: Darum passt Höger zum FC


Marco Höger wechselt zum 1. FC Köln. Mit dieser Meldung überraschten die Geissböcke am Montag und machten die Derby-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach auf einen Schlag vergessen. Höger mag vielleicht kein Sensationstransfer sein, den niemand für möglich gehalten hätte. Doch die Verpflichtung des Mittelfeldspielers ist beachtlich – mehr noch aus sportlichen als aus sentimentalen Gründen. 

Köln – Marco Höger wird Kölner. Dieser Satz ist eigentlich nicht korrekt. Denn Höger ist bereits Kölner. Seit Geburt an. Wenn sein Vertrag bei den Geissböcken ausläuft, wird er kurz vor seinem 32. Geburtstag stehen. Dabei ist er gerade erst 26. Höger hat einen Rentenvertrag bis 2021 beim Effzeh unterschrieben. Bei seinem Klub. Bei seiner großen Liebe.

Colonialisierung schreitet weiter voran

Diese Geschichten gefallen in der Domstadt ganz besonders. Timo Horn, Yannick Gerhardt, Marcel Risse, Marcel Hartel, künftig also auch noch Höger. Vorausgesetzt natürlich, die vier anderen bleiben in Köln. Die Colonialisierung des Effzeh schreitet voran. Endlich, werden einige Fans sagen, die sich nichts sehnlicher wünschen als einen FC-Kader voller waschechter Kölner.

Aber wie heißt es dieser Tage auch so schön? Wenn der 1. FC Köln mit einem Österreicher als Trainer und einem Düsseldorfer als Manager erfolgreich sein kann, muss nicht unbedingt kölsches Blut durch die Adern der Spieler fließen. Eingekölscht reicht auch. Anthony Modeste kann beispielsweise gerade nichts schlechtes über Köln und den FC sagen – und die Fans wohl auch nicht.

Er will unseren Weg mitgehen

Ein „Kindheitstraum“ wird im Sommer in Erfüllung gehen, wenn Höger erstmals mit dem Geissbock auf der Brust ins RheinEnergieStadion wird einlaufen dürfen. Für Peter Stöger ist das gut zu wissen. „Über allem stehen die sportlichen Qualitäten, aber es ist kein Nachteil, wenn er von hier ist und das Umfeld kennt“, sagt der FC-Coach. „Er will unseren Weg mitgehen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man bei einem Klub wie Schalke unter Vertrag steht. Das sagt einiges aus.“

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