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"Drei schöne Kracher": Die Woche der Vorentscheidung

Der 1. FC Köln hat eine ziemlich durchschaubare Taktik. Geht etwas in die Hose und soll nicht mehr darüber gesprochen werden, zieht Sportchef Jörg Schmadtke einfach ein Ass aus dem Ärmel und präsentiert einen Neuzugang. So geschehen nach dem 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach und der anschließenden Verpflichtung von Marco Höger. Ach, wenn es nur so einfach wäre…

Köln – Marcel Risse hatte es am leichtesten und am schwersten zugleich: Der Rechtsaußen war gegen Gladbach gesperrt und musste sich das Spiel von zuhause anschauen. „Das war schwer für mich“, sagte Risse am Dienstag, der aus der Entfernung seinen Augen nicht traute und nicht so recht nachvollziehen konnte, was am Samstag schief gegangen war.

Dann sind wir um ein Vielfaches schlechter

Auch Peter Stöger war sich drei Tage nach der Derby-Pleite noch nicht ganz sicher. „Gewisse Dinge kann man nicht verstehen. Einen schlechten Pass erkennt man als Fehler“, so der FC-Coach. „Aber es waren ein paar ungewohnte Dinge, die nicht gepasst haben.“ Bestes Beispiel: In der Vorwoche gegen Frankfurt hatte der FC noch mit einer Zweikampf-Bilanz von 63 Prozent begeistert. Gegen Gladbach waren es nicht einmal 43 Prozent.

Marcel Risse gegen Dominique Heintz.

Marcel Risse: „Werden keinen Meter herschenken!“ (Foto: GBK)

Zweikampfhärte, Laufbereitschaft, Zuordnung – die Trilogie des Kölner Mannschaftserfolgs versagte im Borussia Park von Minute eins an. „Das zeichnet unser Spiel eigentlich aus, egal, wer zum Einsatz kommt“, so Stöger. „Wenn wir das nicht haben, sind wir um ein Vielfaches schlechter.“ So, wie am Samstag, als die Geissböcke erst nach 55 Minuten aufwachten.

Risse verspricht: „Werden keinen Meter herschenken“

Gegen Hertha BSC am Freitagabend soll – und muss – es besser werden. Das forderte auch Risse. „Wir müssen von der ersten Minute an vom Kopf her da sein. Wir wissen, dass Hertha zu schlagen ist, vor allem zuhause.“ Der gegen Gladbach gesperrte 26-Jährige versprach: „Wir werden ganz anders in die Partie gehen und gegen Hertha keinen Meter herschenken.“

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