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"Fußball war ihm wichtig – die Familie war ihm heilig"

Es war ein bewegender Abschied von einem der ganz Großen im Fußball, vor allem aber von einem ganz großen Menschen Kölns. Hannes Löhr ist am Freitag in Junkersdorf beerdigt worden. In der Pfarrkirche St. Pankratius verabschiedeten sich über 400 Gäste von „de Nas“, bewegt von persönlichen Reden, die auch FC-Präsident Werner Spinner zu Tränen rührten.

Köln – Es sind außergewöhnliche Gottesdienste, wenn ein Pastor den Verstorbenen über Jahrzehnte kannte und von unzähligen persönlichen Begegnungen und Gesprächen erzählen kann. So war es am Freitag, als Hannes Löhr beigesetzt wurde. Ein Mann, der sich über viele Jahrzehnte in der Katholischen Kirchengemeinde in Junkersdorf engagiert hatte.

Wolfgang Overath und Reinhard Rauball beim Abschied von Hannes Löhr. (Foto: GBK)

Wolfgang Overath und Reinhard Rauball beim Abschied von Hannes Löhr. (Foto: GBK)

Zusammen mit Wolfgang Fey, der mit bewegenden Worten Löhrs Leben skizzierte, für den „die Welt nicht die Welt, sondern Köln seine Welt war“. Hier, wo er seine „Lebensliebe“ Annemarie kennen gelernt, eine Familie gegründet und seine Frau viel zu früh – im Jahr 2010 im Alter von 54 Jahren – an Krebs verloren hatte.

Kafi Biermann singt zum Abschied von Hannes Löhr. (Foto: GBK)

Kafi Biermann singt zum Abschied von Hannes Löhr. (Foto: GBK)

Nach dem Tod seiner Frau sei er gewesen, „als sei er nicht mehr ganz bei uns“. Doch Löhr, so Fey, sei in Wirklichkeit nie alleine gewesen. „Sein großer Stolz und seine zweite große Liebe war Katrin“, Löhrs Töchter, die ihm einen Enkelsohn geschenkt hatte und in zwei Monaten eine Tochter erwartet. Es wäre „die dritte Frau in Hannes Leben gewesen, die er angebetet hätte“.

Weltmeister Hans Schäfer beim Abschied von Hannes Löhr. (Foto: GBK)

Weltmeister Hans Schäfer. (Foto: GBK)

Fey malte ein Bild, das viele der Gäste der Trauerfeier wiedererkannten. Von Löhr, der sich nie in den Mittelpunkt geschoben habe, der zwar „bekannt, aber kein Promi“ gewesen war, der keine öffentliche Bestätigung brauchte. „Er hat nie für sich gekämpft, sondern für seine Mitmenschen: im Sport, auf der Straße, im Leben“, so Fey.

Weiterlesen: Spinner vergießt Tränen bei seiner Rede

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