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Derby-Held Maroh: "Ich hätte gerne nachgelegt"

Ganze drei Erstliga-Tore hatte Dominic Maroh in seiner Bundesliga-Karriere bis zum 7. November 2015 erzielt. Dann traf der 1. FC Köln in der BayArena auf Bayer 04 Leverkusen und Maroh erzielte einen Doppelpack. Derby-Sieger, Derby-Held, viele Andenken und ein Wunsch: noch einmal ein Tor in einem Derby schießen.

Köln – Schon einmal in seiner Profi-Karriere war Maroh ein Derby-Held: In der 2. Liga, im Herbst 2007, erzielte der heute 29-Jährige für seinen damaligen Verein einen wichtigen Treffer. Im Franken-Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth glich Maroh zum zwischenzeitlichen 1:1 aus, ehe Christian Eigler den Derby-Sieg für Nürnberg perfekt machte.

Eine Menge Stolz, aber auch ein bisschen Ärger

Das war vor fast neun Jahren. Heute sind Köln und der Effzeh das Zuhause des Innenverteidigers. „Dieser Klub ist wie für mich gemacht“, sagte Maroh jüngst im GBK-Interview. Und spätestens seit dem 7. November 2015 ist Kölns Nummer fünf auch fest in den Geschichtsbüchern des Klubs verankert: als Derby-Torschütze, als Held, der mit seinen zwei Toren nach zwei Risse-Standards die Gästekurve in der BayArena in ein Tollhaus verwandelt hatte.

Dominic Maroh trifft zum 1:0 für den Effzeh in Leverkusen. (Foto: MV)

Dominic Maroh trifft zum 1:0 für den Effzeh in Leverkusen. (Foto: MV)

„Natürlich war das ein besonderer Tag für mich“, sagt Maroh nun. Im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN erklärt der Deutsch-Slowene aber auch, was ihn ärgert: „Schade ist nur, dass ich seitdem nicht mehr getroffen habe. Ich hätte gerne nachgelegt, das ärgert mich ein bisschen.“ Kein Tor gelang dem Verteidiger mehr seit jenem denkwürdigen Tag. Am liebsten würde Maroh das nächste Mal vor der Südkurve jubeln, im eigenen Stadion, wo er bislang nur einen Treffer (gegen Erzgebirge Aue in Liga zwei) erzielen konnte.

Das Gefühl macht einen glücklich

Maroh ist sich aber bewusst, dass so ein Tag wie in Leverkusen nicht häufig vorkommt – schon gar nicht als Defensivspezialist. Deswegen nennt der Mann, der im Sommer 2012 nach Köln kam, auch zwei Andenken an den Tag in Leverkusen sein Eigen: „Timo Horn hat mir damals mein Trikot aus der Wäsche gefischt und einrahmen lassen“, freut sich Maroh noch heute über das dreckige Stück Stoff, das für einen der größten Tage seiner Karriere steht. Und dann ist da noch der Spielball, den Fitness-Coach Benny Kugel seinem Schützling gesichert hatte.

„Das hat mich sehr gefreut und hat mir auch gezeigt, welchen Stellenwert ich in der Mannschaft habe und dass es mir viele Leute gegönnt haben“, sagt Maroh. „Das Gefühl macht einen natürlich glücklich.“ Und vielleicht gelingt dem 29-Jährigen ja am Sonntag noch einmal ein Geniestreich, um sich und die Effzeh-Fans noch einmal so glücklich zu machen wie an dem vorkarnevalistischen Samstag im November 2015.

Zum Interview mit Dominic Maroh

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